ME/CFS behandeln in München
Integratives Konzept zur Behandlung von ME/CFS
ME/CFS zählt zu den belastendsten chronischen Erkrankungen – und Betroffene haben oft einen langen Leidensweg hinter sich. Starke Erschöpfung, deutliche Einschränkungen im Alltag und Beruf, zahlreiche Arztbesuche ohne dauerhafte Verbesserung. Das Krankenhaus für Naturheilweisen München (KfN) bietet seit mehr als 140 Jahren einen integrativen Ansatz, der moderne Schulmedizin (Innere Medizin) und bewährte Naturheilverfahren miteinander verbindet. Die ME/CFS Behandlung erfolgt bei uns vor allem stationär. Dabei stellen wir verschiedene Therapiebausteine individuell zusammen. Die Kosten werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.
Wir beachten stets Ihre ganz persönliche gesundheitliche Situation. Auf dieser Grundlage erstellen wir einen individuellen Therapieplan. Ziel ist es, Stabilität zu erreichen, Symptome zu lindern und den Alltag besser bewältigbar zu machen.

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Was ist ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom)?
ME/CFS ist eine schwere körperliche Erkrankung. Typisch ist eine ausgeprägte Belastungsintoleranz: Symptome verschlechtern sich nach körperlicher oder geistiger Anstrengung deutlich. Diese Verschlechterung wird als Post-Exertional Malaise (PEM) bezeichnet. Sie tritt häufig zeitverzögert auf und kann Tage, Wochen oder sogar dauerhaft anhalten. Daher spielt bei ME/CFS-Patienten auch das sogenannte Pacing eine entscheidende Rolle.
Der Verlauf ist oft wechselhaft. Viele Patienten erleben stabilere Phasen, gefolgt von Einbrüchen nach Überlastung. Eine ursächliche Standardtherapie gibt es derzeit nicht. Die Behandlung richtet sich deshalb auf Stabilisierung, Symptomkontrolle und individuelle Anpassung.
Hinweis: ME/CFS ist nicht dasselbe wie eine Erschöpfungssituation, die gerade im Rahmen chronischer Erkrankungen immer wieder auftreten kann. Fatigue beschreibt ein Symptom (unverhältnismäßige Erschöpfung), das bei vielen Krankheitsbildern auftreten kann (z. B. bei Krebs und Post-Covid). ME/CFS ist hingegen eine eigenständige, komplexe Erkrankung, mit einer massiven Störung des Energiestoffwechsels, die sich durch Erholungspausen nicht beheben lässt. Im KfN München behandeln wir beides.

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ME/CFS & Fatigue-Syndrom im KfN
Lebensqualität verbessern mit Integrativer Medizin im KfN
Mögliche Ursachen und Auslöser
ME/CFS kann viele Ursachen haben. Sie wird meist durch eine Virusinfektion (z.B. EBV, Influenza, Coronavirus), aber auch bakterielle Infektionen (z. B. Borreliose) ausgelöst. Auch körperliche und seelische Traumata kommen in Frage. Oft lässt sich der Auslöser aber nicht mehr eindeutig rekonstruieren. Es gibt Hinweise auf ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren.
Typisch für ME/CFS ist die ausgeprägte Belastungsintoleranz (PEM) – sie ist ein zentrales Unterscheidungsmerkmal gegenüber einer allgemeinen Erschöpfung, die durch Erholung auch wieder gebessert werden kann.
Die verschiedenen Faktoren:
- Häufiger Beginn nach Infektionen (z. B. Epstein-Barr-Virus, Influenza oder COVID-19)
- Veränderungen im Immunsystem
- Störungen des autonomen Nervensystems (z. B. Kreislaufregulation)
- Beeinträchtigungen der Energieproduktion auf zellulärer Ebene
Fatigue nach COVID-19-Erkrankung
Viele Anfragen zur ME/CFS Behandlung stehen im Zusammenhang mit einer COVID-19-Infektion. Long- und Post-Covid können sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen – Erschöpfung, Atemprobleme oder neurologische Symptome. Bei einem Teil der Betroffenen entwickelt sich ein Verlauf mit ausgeprägter Belastungsintoleranz und deutlich eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Wochen und Monate nach der akuten Erkrankung können noch Symptome vorhanden sein oder neu auftreten. Auch bei milderen Verläufen der akuten Infektion finden sich nicht selten eine ausgeprägte Fatigue-Symptomatik, Merkstörungen, Gedächtnisprobleme oder Wortfindungsstörungen, ebenso Schwindel oder plötzliches Erbrechen.
Auch wenn die Lungenfunktion wieder gebessert ist, haben viele Betroffene anhaltende Probleme mit der Atmung und Schmerzen im Brustkorb. Auch das Nervensystem kann Störungen aufweisen, ähnlich denen einer Polyneuropathie. Muskelschmerzen werden ebenfalls relativ häufig beschrieben. In diesen Fällen sprechen wir häufig von ME/CFS im Long-Covid-Kontext. Wichtig ist die klare Abgrenzung: Nicht jede Fatigue nach Corona entspricht einem Chronischen Fatigue-Syndrom.
Das KfN entscheidet nach eingehender Untersuchung und ärztlicher Einschätzung, welche Therapiebausteine für Sie geeignet ist. Die Behandlung ist in der Regel eine Kassenleistung.
Schulmedizin und Naturheilkunde – vereint im Krankenhaus für Naturheilweisen
Die schulmedizinische Behandlung bei ME/CFS zielt auf die Kontrolle akuter Beschwerden, die Behandlung von Begleiterkrankungen und bei Bedarf eine gezielte medikamentöse Unterstützung. Für die klassischen Symptome, wie anhaltende Erschöpfung oder Atembeschwerden, bietet das KfN mit seinem integrativen Behandlungsansatz gute Therapieoptionen. Durch die Kombination bewährter naturheilkundlicher Therapiemaßnahmen entstehen Synergieeffekte, die durch Einzelmaßnahmen so nicht zu erzielen sind.
Ziel ist es, die Symptome seltener, kürzer und milder zu machen – und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Jeder Therapieplan wird individuell erstellt. Schweregrad, Begleiterkrankungen und bisherige Erfahrungen fließen in die Planung ein.
Kein Entweder-oder: Im KfN werden schulmedizinische und naturheilkundliche Methoden kombiniert.
Mögliche Therapiebausteine bei ME/CFS im KfN
Das KfN setzt bei der Behandlung von ME/CFS ein breites Spektrum bewährter Verfahren ein – individuell zusammengestellt, aufeinander abgestimmt und stets im Rahmen der stationären Komplexbehandlung. Welche Bausteine sinnvoll sind, entscheiden wir gemeinsam auf Basis Ihrer Befundlage.
Unsere wichtigsten Bausteine im Überblick:

Moderate Ganzkörperhyperthermie
Die moderate Ganzkörperhyperthermie kann als ergänzender Therapiebaustein eingesetzt werden – sie soll Regulationsprozesse im Körper unterstützen und erfolgt ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle.

Reflektorische Atemtherapie
Die reflektorische Atemtherapie aktiviert das Zwerchfell und die gesamte Atempumpe, während Reflexzonentherapien zusätzlich Herz-Kreislauf- und Immunsystem unterstützen.

Physikalische Therapie
Dazu gehören zum Beispiel manuelle Verfahren oder Hydro-/Thermotherapie. Im Mittelpunkt steht die Linderung von Schmerzen und Spannungen. Die Intensität passen wir immer an Ihre aktuelle Belastbarkeit an.

Bewegungstherapie – angepasst an PEM und individuelle Leistungsfähigkeit
Bewegung ist möglich, muss aber vorsichtig dosiert werden. Klassische Trainingsprogramme sind bei ME/CFS nicht geeignet. Wir arbeiten mit sanften, individuell angepassten Bewegungsformen. Ziel ist der Erhalt von Funktionen und ein besseres Körpergefühl.

Ordnungstherapie & Entspannungsverfahren
Struktur im Alltag kann den Umgang mit der Erkrankung erleichtern. Ordnungstherapie hilft dabei, feste Routinen zu entwickeln. Ergänzend nutzen wir Entspannungsverfahren oder kreative Therapien: sie können Stress reduzieren und Ressourcen stärken. Diese Maßnahmen ergänzen die medizinische Behandlung.

Phytotherapie
Pflanzliche Präparate setzen wir je nach Beschwerden ein, zum Beispiel bei Schlafproblemen oder innerer Unruhe.

Ernährungstherapie
Eine angepasste Ernährung kann den Alltag erleichtern. Kleine, regelmäßige Mahlzeiten sind oft besser verträglich. Auch die Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, besonders bei Kreislaufproblemen. Mikronährstoffe setzen wir gezielt nach ärztlicher Einschätzung ein.

Ausleitende Verfahren
Einzelne Verfahren wie Schröpfen können bei bestimmten Beschwerden unterstützen, z. B. bei Muskelverspannungen.

Naturheilkundliche Pflegeanwendungen
Pflegeanwendungen wie Wickel, Einreibungen oder Aromapflege können zur Entspannung beitragen und das Wohlbefinden fördern.
Ist Heilung möglich?
Eine vollständige Heilung ist möglich, aber derzeit nicht verlässlich planbar. Deshalb arbeiten wir mit realistischen Zielen.
Auch kleine Fortschritte können im Alltag viel bewirken. Wichtig ist ein langfristig tragfähiger Umgang mit der Erkrankung. Der langfristige Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich sein und lässt sich nicht verlässlich vorhersagen.
Unsere Heilungsziele:
- Stabilisierung des Gesundheitszustands
- Reduktion von Crashs und Belastungsspitzen
- Linderung einzelner Symptome
- Verbesserung der Lebensqualität im Alltag
Vorteile im KfN – Was uns auszeichnet
Als eine der führenden integrativen Kliniken Deutschlands verbinden wir im KfN evidenzbasierte Schulmedizin mit bewährten Methoden der Naturheilkunde – stets ganzheitlich, individuell und auf Sie abgestimmt.
Ihre Experten für ME/CFS und Fatigue-Spektrum im KfN
Wir verbinden internistische Medizin mit naturheilkundlicher Erfahrung und betrachten Ihre Beschwerden aus verschiedenen Blickwinkeln. Körperliche, funktionelle und psychosoziale Faktoren beziehen wir in die Behandlung ein.
Unser Ziel ist eine klare Einschätzung Ihrer Situation und ein individuell abgestimmter Therapieplan. Voraussetzung für eine Aufnahme ist eine entsprechende medizinische Indikation, die wir vorab mit Ihnen klären.

Robert Schmidt
Ärztlicher Direktor & Chefarzt
Facharzt für Innere Medizin,
Naturheilverfahren und Homöopathie
So läuft der stationäre Aufenthalt im KfN ab
Ein stationärer Aufenthalt in unserer Klinik ist an klare medizinische Kriterien geknüpft. Ein berechtigter Aufenthalt liegt vor, wenn:
- Sie an einer chronischen Erkrankung leiden und die ambulanten Behandlungsmöglichkeiten (z. B. beim Haus- oder Facharzt) bereits voll ausgeschöpft sind und/oder
- Sie an einer akuten internistischen Erkrankung leiden, die einen kurzfristigen stationären Aufenthalt erforderlich macht.
In allen Fällen ist eine Einweisung durch Ihren Haus- oder Facharzt oder bei Privatversicherten eine Kostenübernahmeerklärung erforderlich.
Wichtiger Hinweis: Als Krankenhaus sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, die medizinische Notwendigkeit für einen stationären Aufenthalt am Tag Ihrer geplanten Aufnahme zu überprüfen und die Dauer Ihres Aufenthaltes final festzulegen.
Bitte nutzen Sie für Ihre Anfrage unser Online-Tool medflex. Nach der Registrierung haben Sie dort die Möglichkeit, mit uns per Chat in Kontakt zu treten.
Sie können medflex auf Ihrem Desktop nutzen oder als App auf Ihr Mobilgerät laden. Sie erhalten selbstverständlich auch per E-Mail eine Benachrichtigung, sobald wir Ihre Anfrage bearbeitet haben.
Im nächsten Schritt senden wir Ihnen einen Patientenfragebogen zu und teilen Ihnen mit, welche Unterlagen wir von Ihnen benötigen. Zudem erhalten Sie weitere Informationen und unseren Wahlleistungskatalog, in dem Sie Komfortleistungen finden. Wir bitten Sie, uns die übermittelten Fragebögen und die angeforderten Unterlagen gesammelt zuzusenden. Sie können die Unterlagen digital und sicher über medflex einreichen.
Sobald uns Ihre Unterlagen vollständig vorliegen, durchlaufen diese ein Screening durch unsere Ärzte. Wir prüfen, ob die gesetzlichen Kriterien für eine stationäre Behandlung erfüllt sind und melden uns im Anschluss mit einem Terminvorschlag für die Aufnahme bei Ihnen.
Bitte kommen Sie zum vereinbarten Termin zur Aufnahme in unsere Klinik. Aus organisatorischen Gründen finden alle stationären Aufnahmen im KfN zwischen 08:00 und 10:00 Uhr statt. Eine Aufnahme nach 10:00 Uhr ist bedauerlicherweise auch bei einem weiten Anreiseweg nicht möglich.
Für die Aufnahme sollten Sie folgende Unterlagen bzw. Daten bereithalten:
- Einweisungsschein Ihres Haus- oder Facharztes
- Versicherungskarte Ihrer Krankenkasse bzw. Kostenübernahmeerklärung Ihrer privaten Krankenversicherung
- Hinweis: Sollten Sie als privat versicherter Patient keine Kostenübernahmeerklärung Ihrer Versicherung vorlegen können, behalten wir uns grundsätzlich vor, Sie als Selbstzahler aufzunehmen; hierbei fällt eine Vorauszahlung an
- Personalausweis oder Reisepass
- ggf. Zuzahlungsbefreiung von der gesetzlichen Zuzahlung für Ihren stationären Aufenthalt
Gerne können Sie sich auch an unserer Mitbringliste orientieren. Diese finden Sie hier zum Download.
Auf Basis aller Befunde wird ein maßgeschneiderter Behandlungsplan erstellt unter Einbezug schulmedizinischer und naturheilkundlicher Verfahren.
Die Therapie beginnt – begleitet und überwacht durch erfahrene Ärzte und geschultes Pflegepersonal. Anpassungen erfolgen laufend auf Basis des Behandlungsverlaufs.
Häufige Fragen zum chronischen Fatigue-Syndrom

Nicht die passende Antwort gefunden?
Kontaktieren Sie uns gerne
Ja. Der stationäre Aufenthalt wird in der Regel von gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen übernommen. Mehr Infos zu den Voraussetzungen finden Sie auf unserer Übersichtsseite zum Ablauf.
Im Mittelpunkt stehen Pacing, strukturierte Anpassungen im Alltag und die Behandlung von Symptomen wie Schlafstörungen oder Schmerzen. Ergänzend setzen wir naturheilkundliche und physikalische Verfahren ein. Die Auswahl erfolgt individuell im Rahmen der naturheilkundlichen Komplexbehandlung.
Realistische Ziele sind Stabilität, weniger Überlastungsreaktionen und eine schrittweise Verbesserung der Lebensqualität. Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen Plan, der Ihre individuellen Grenzen berücksichtigt.
Ihre nächsten Schritte
Wenn Sie nach neuen Ansätzen für die Behandlung von ME/CFS suchen, könnte das KfN in München der nächste richtige Schritt sein. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf und wir prüfen, ob ein stationärer Aufenthalt für Sie in Frage kommt.





