Ausleitende Verfahren
Blutegeltherapie, Aderlass & Schröpfen in München
Blutegeltherapie, Schröpfen und Aderlass gehören zu den ältesten ausleitenden Verfahren der Naturheilkunde – und sind bis heute fester Bestandteil des ganzheitlichen Behandlungskonzepts im Krankenhaus für Naturheilweisen München (KfN). Alle drei Methoden zielen darauf ab, lokale Stauungen zu lösen, die Durchblutung zu fördern und den Körper in seiner Selbstregulation zu unterstützen.
Als größtes integratives Krankenhaus in Deutschland können wir diese Verfahren eingebettet in ein individuelles, ärztlich begleitetes Behandlungskonzept anbieten. Der Aufenthalt zählt hierbei als Kassenleistung, sofern eine stationäre Behandlungsbedürftigkeit und eine Einweisung durch einen Arzt vorliegt.

Schnellwahl – welches Thema interessiert Sie?
Was sind ausleitende Verfahren?
Ausleitende Verfahren bzw. Ausleitungsverfahren sind naturheilkundliche Methoden wie das Schröpfen, der Aderlass oder die Blutegeltherapie. Über lokale Reize unterstützen sie die Regulation des Körpers und können Beschwerden wie Entzündungsreaktionen positiv beeinflussen. Außerdem können sie Schmerzen reduzieren, beispielsweise bei Gelenks- und Wirbelsäulenbeschwerden.
Im KfN werden sie nicht als Ersatz, sondern ergänzend zur Schulmedizin und immer eingebettet in ein integratives Behandlungskonzept eingesetzt. Die bekanntesten ausleitenden Verfahren im KfN sind die Blutegeltherapie, der Aderlass und das Schröpfen. Alle drei haben eine lange Tradition in der Naturheilkunde und werden im KfN nach höchsten ärztlichen Standards durchgeführt. Ob und welches Verfahren sinnvoll ist, entscheidet das Ärzteteam nach Diagnostik und individueller Befundlage.
Behandlungsmethode – Unsere Ärzte entscheiden je nach Krankheitsbild und individueller Gesundheitssituation, welche Verfahren für Sie geeignet sind.

Haben Sie Fragen zu den ausleitenden Verfahren?
Blutegeltherapie – ein uraltes Verfahren neu entdeckt
Die Blutegeltherapie wird seit der Antike in der Medizin eingesetzt. Im KfN München kommt der medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) bei ausgewählten Beschwerdebildern zum Einsatz – unter Einhaltung höchster klinischer Hygienestandards und ausschließlich durch ärztlich geschultes Fachpersonal.
Beim Biss des Blutegels werden verschiedene Wirkstoffe in das Gewebe abgegeben. Am bekanntesten ist Hirudin, ein natürliches, gerinnungshemmendes Enzym. Zusätzlich gelangen weitere Substanzen in die Haut, denen eine durchblutungsfördernde, entzündungshemmende, schmerzlindernde und abschwellende Wirkung zugeschrieben wird. Der genaue Wirkmechanismus dieser Substanzgemische ist Gegenstand aktueller medizinischer Forschung.
Beim Saugvorgang gibt der Blutegel ein Gemisch aus Speichelsekreten ab, das über 40 verschiedene Wirkstoffe enthält. So hemmt der enthaltene Wirkstoff Hirudin beispielsweise lokal die Blutgerinnung und fördert die Durchblutung des Gewebes. Die Wirkung weiterer Substanzen wie Calin und Destabilase wird derzeit erforscht.
Die Behandlung findet unter ärztlicher Aufsicht statt. Keimarm gezüchtete, für den einmaligen Gebrauch bestimmte medizinische Blutegel werden an definierten Körperstellen aufgesetzt und verbleiben dort für etwa 30 bis 60 Minuten. Nach dem Abfall der Egel wird die Bissstelle versorgt. Es ist normal, dass die Wunde bis zu 24 Stunden nachblutet – auch dieser „sanfte Aderlass“ ist von therapeutischem Nutzen.
Die Blutegeltherapie ist ein medizinisches Verfahren. Das KfN-Ärzteteam entscheidet je nach individueller Krankheitsgeschichte, ob und für welche Beschwerden eine Blutegelbehandlung sinnvoll ist. Kontraindikationen – etwa Gerinnungsstörungen, Wundheilungsstörungen, Immunsuppression oder bestimmte Medikamente – werden vorab sorgfältig abgeklärt.
YouTube-Video
Blutegeltherapie im KfN
Medizinische Blutegel zur Förderung der Heilung
Schröpfen – Reiztherapie durch Saugwirkung
Das Schröpfen ist eine der ältesten Heilmethoden der Menschheit. Im KfN wird es als gezielte Reiztherapie eingesetzt, um die lokale Durchblutung zu fördern, Muskelverspannungen zu lösen und die Selbstregulation des Körpers anzuregen.
Beim Schröpfen werden Gläser auf die Haut aufgesetzt und ein Unterdruck erzeugt. Dieser Sog löst eine verstärkte Durchblutung im behandelten Bereich aus. Wir unterscheiden zwischen dem trockenen und dem blutigen Schröpfen – welches Verfahren angewendet wird, hängt von der individuellen Situation und dem Therapieziel ab.

Trockenes Schröpfen
Beim trockenen Schröpfen werden Schröpfgläser auf die intakte Haut aufgesetzt. Der entstehende Unterdruck zieht Haut und Bindegewebe in das Glas und regt so die lokale Durchblutung an. Es ist die am häufigsten eingesetzte Form und besonders bei Muskelverspannungen und Schmerzzuständen gebräuchlich.

Blutiges Schröpfen
Beim blutigen Schröpfen wird die Haut vor dem Aufsetzen der Gläser mit einer Lanzette punktiert oder „gestichelt“. Durch den Unterdruck tritt dann zusätzlich eine geringe Menge Blut aus. Diese Variante wird bei uns bei spezifischen Indikationen eingesetzt und erfolgt ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle und unter sterilen Bedingungen.

Schröpfmassage
Eine Sonderform ist die Schröpfmassage: Hier wird ein Gläschen mit Unterdruck über die geölte Haut bewegt. Sie eignet sich besonders zur Lockerung von Faszien und Muskeln und wird oft im Bereich des Rückens angewendet. Die Methode ist schonend und hat eine entspannende, durchblutungsfördernde Wirkung.
YouTube-Video
Schröpfen im KfN
Reflexbeziehung zwischen Körperoberfläche und inneren Organen anregen
Naturheilkundlicher Aderlass – Gezielte Entlastung des Organismus
Der Aderlass ist ein bewährtes Verfahren zur Entstauung und zur Regulation des Stoffwechsels. Im KfN setzen wir ihn gezielt ein, um die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern und das Immunsystem zu modulieren. Durch die Entnahme einer definierten Blutmenge (in der Regel 50–150 ml) wird die Neubildung von Blutzellen angeregt und die Viskosität („Dicke“) des Blutes gesenkt. Die Anwendung ist besonders wirksam bei Bluthochdruck (Hypertonie), Stoffwechselstörungen, chronischen Entzündungen oder zur unterstützenden Behandlung bei hormonellen Umstellungsphasen. Sie wird ausschließlich von erfahrenen Ärzten unter Berücksichtigung des aktuellen Blutbildes (Hämoglobinwert) durchgeführt.
Blutegeltherapie, Aderlass & Schröpfen bei diesen Beschwerden
Das Krankenhaus für Naturheilweisen behandelt ein breites Spektrum an Erkrankungen aus nahezu allen schulmedizinischen Fachdisziplinen. Ausleitende Verfahren können – als Teil eines integrativen Behandlungsplans – bei ausgewählten Beschwerdebildern unterstützend wirken.

Gelenkbeschwerden, Arthrose & rheumatische Erkrankungen
z. B. Kniearthrose, rheumatoide Arthritis

Chronische Rückenschmerzen & Muskelverspannungen
v. a. Schröpfen & Schröpfmassage zur Lockerung

Fibromyalgie
als Baustein im multimodalen, integrativen Konzept

Herz-Kreislauf-Erkrankungen
z. B. Hypertonie, Arteriosklerose – ergänzend, individuell geplant, v.a. Aderlass

Autoimmunerkrankungen
z. B. Lupus, Sklerodermie, Vaskulitiden – ergänzend, nach Befund, v.a. Aderlass

Kopfschmerzen & Migräne
Schröpfen im Nacken/Schulterbereich bei Verspannungen
Hinweis: Ausleitende Verfahren werden im KfN nur als Teil eines integrativen Behandlungsplans eingesetzt. Ob sie in Ihrem Fall sinnvoll sind, entscheidet das Ärzteteam nach Untersuchung und Befundsichtung.
Vorteile im KfN – Was uns auszeichnet
Als eine der führenden integrativen Kliniken Deutschlands verbinden wir im KfN evidenzbasierte Schulmedizin mit bewährten Methoden der Naturheilkunde – stets ganzheitlich, individuell und auf Sie abgestimmt.
Die Experten für ausleitende Verfahren im KfN
Die Behandlung mit Blutegeln und Schröpfen im Krankenhaus für Naturheilweisen erfolgt durch ein erfahrenes Ärzte- und Therapeutenteam unter der Leitung von Chefarzt Robert Schmidt. Wir verbinden evidenzbasierte Schulmedizin mit klassischen Naturheilverfahren und entwickeln daraus ein individuell passendes Behandlungskonzept. Seit über 140 Jahren zählt das KfN zu den führenden Adressen für integrative Therapien in Deutschland – Ihr Aufenthalt wird in der Regel von der Krankenkasse bezahlt.

Robert Schmidt
Ärztlicher Direktor & Chefarzt
Facharzt für Innere Medizin,
Naturheilverfahren und Homöopathie
So läuft der stationäre Aufenthalt im KfN ab
Ein stationärer Aufenthalt in unserer Klinik ist an klare medizinische Kriterien geknüpft. Ein berechtigter Aufenthalt liegt vor, wenn:
- Sie an einer chronischen Erkrankung leiden und die ambulanten Behandlungsmöglichkeiten (z. B. beim Haus- oder Facharzt) bereits voll ausgeschöpft sind und/oder
- Sie an einer akuten internistischen Erkrankung leiden, die einen kurzfristigen stationären Aufenthalt erforderlich macht.
In allen Fällen ist eine Einweisung durch Ihren Haus- oder Facharzt oder bei Privatversicherten eine Kostenübernahmeerklärung erforderlich.
Wichtiger Hinweis: Als Krankenhaus sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, die medizinische Notwendigkeit für einen stationären Aufenthalt am Tag Ihrer geplanten Aufnahme zu überprüfen und die Dauer Ihres Aufenthaltes final festzulegen.
Bitte nutzen Sie für Ihre Anfrage unser Online-Tool medflex. Nach der Registrierung haben Sie dort die Möglichkeit, mit uns per Chat in Kontakt zu treten.
Sie können medflex auf Ihrem Desktop nutzen oder als App auf Ihr Mobilgerät laden. Sie erhalten selbstverständlich auch per E-Mail eine Benachrichtigung, sobald wir Ihre Anfrage bearbeitet haben.
Im nächsten Schritt senden wir Ihnen einen Patientenfragebogen zu und teilen Ihnen mit, welche Unterlagen wir von Ihnen benötigen. Zudem erhalten Sie weitere Informationen und unseren Wahlleistungskatalog, in dem Sie Komfortleistungen finden. Wir bitten Sie, uns die übermittelten Fragebögen und die angeforderten Unterlagen gesammelt zuzusenden. Sie können die Unterlagen digital und sicher über medflex einreichen.
Sobald uns Ihre Unterlagen vollständig vorliegen, durchlaufen diese ein Screening durch unsere Ärzte. Wir prüfen, ob die gesetzlichen Kriterien für eine stationäre Behandlung erfüllt sind und melden uns im Anschluss mit einem Terminvorschlag für die Aufnahme bei Ihnen.
Bitte kommen Sie zum vereinbarten Termin zur Aufnahme in unsere Klinik. Aus organisatorischen Gründen finden alle stationären Aufnahmen im KfN zwischen 08:00 und 10:00 Uhr statt. Eine Aufnahme nach 10:00 Uhr ist bedauerlicherweise auch bei einem weiten Anreiseweg nicht möglich.
Für die Aufnahme sollten Sie folgende Unterlagen bzw. Daten bereithalten:
- Einweisungsschein Ihres Haus- oder Facharztes
- Versicherungskarte Ihrer Krankenkasse bzw. Kostenübernahmeerklärung Ihrer privaten Krankenversicherung
- Hinweis: Sollten Sie als privat versicherter Patient keine Kostenübernahmeerklärung Ihrer Versicherung vorlegen können, behalten wir uns grundsätzlich vor, Sie als Selbstzahler aufzunehmen; hierbei fällt eine Vorauszahlung an
- Personalausweis oder Reisepass
- ggf. Zuzahlungsbefreiung von der gesetzlichen Zuzahlung für Ihren stationären Aufenthalt
Gerne können Sie sich auch an unserer Mitbringliste orientieren. Diese finden Sie hier zum Download.
Auf Basis aller Befunde wird ein maßgeschneiderter Behandlungsplan erstellt unter Einbezug schulmedizinischer und naturheilkundlicher Verfahren.
Die Therapie beginnt – begleitet und überwacht durch erfahrene Ärzte und geschultes Pflegepersonal. Anpassungen erfolgen laufend auf Basis des Behandlungsverlaufs.
Häufige Fragen zu ausleitenden Verfahren

Nicht die passende Antwort gefunden?
Kontaktieren Sie uns gerne
Ausleitungsverfahren zählen zu den naturheilkundlichen Methoden. Sie sollen den Körper von Schadstoffen befreien, den Stoffwechsel anregen und die Selbstheilungskräfte stärken. Zu den bekanntesten Verfahren gehören der Aderlass, das blutige Schröpfen und die Blutegeltherapie.
Ja – im Rahmen des stationären Aufenthalts im KfN können ausleitende Verfahren als Teil der naturheilkundlichen Komplexbehandlung als Kassenleistung abgerechnet werden. Voraussetzung für einen stationären Aufenthalt ist ein akuter Leidensdruck, die Notwendigkeit für eine Aufnahme sowie eine Einweisung eines niedergelassenen Arztes. Zuzahlungen gelten wie bei jedem stationären Krankenhausaufenthalt. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Seite zum Ablauf.
Die Zusammenstellung des individuellen Therapieplans liegt beim KfN. Auf Basis Ihrer bisherigen Krankheitsgeschichte, Ihrem aktuellen Gesundheitszustand und Ihrer Befunde entscheidet das Ärzteteam, welche Methoden medizinisch sinnvoll und für Ihre individuelle Situation geeignet sind. Ausleitende Verfahren können Teil Ihres Behandlungsplans werden – müssen es aber nicht. Was zählt, ist, was Ihnen wirklich hilft.
Medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) werden an definierten Körperstellen aufgesetzt. Sie verbleiben dort, bis sie sich selbst ablösen – in der Regel 30 bis 60 Minuten. Im Anschluss wird die Bissstelle sorgfältig versorgt. Eine leichte Nachblutung ist normal und therapeutisch erwünscht. Die verwendeten Blutegel werden ausschließlich einmalig eingesetzt.
Die meisten Patienten empfinden das Schröpfen als angenehm oder allenfalls leicht ziehend. Beim trockenen Schröpfen entsteht ein kräftiger Sog, der aber in der Regel gut toleriert wird. Beim blutigen Schröpfen wird die Haut mit einer sehr feinen Nadel “gestichelt”. Der Eingriff ist nur minimal und ganz kurz. Er wird von geschultem Personal durchgeführt. Nach dem Schröpfen können Blutergüsse (sogenannte „Schröpfmale“, ähnlich wie ein Knutschfleck) entstehen, die nach einigen Tagen wieder verschwinden.
Typische Anwendungsgebiete sind Gelenkbeschwerden und Arthrose (insbesondere Knie), chronische Rückenschmerzen und Muskelverspannungen, Fibromyalgie, Venenbeschwerden und lokale Stauungen sowie bestimmte entzündliche Erkrankungen. Ob ein Verfahren für Ihr spezifisches Krankheitsbild geeignet ist, klärt das Ärzteteam im KfN nach eingehender Untersuchung.
Ja. Bei Gerinnungsstörungen, Immunsuppression, Wundheilungsstörungen, bestimmten blutverdünnenden Medikamenten, offenen Wunden, Hautinfektionen oder schweren Allgemeinerkrankungen ist Vorsicht geboten. Das KfN klärt diese Faktoren vor jeder Behandlung sorgfältig ab. Eine Selbstbehandlung mit Blutegeln oder Schröpfen wird ausdrücklich nicht empfohlen.
Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf – telefonisch oder über unser Online-Formular. Unser Team klärt mit Ihnen, ob eine ambulante oder stationäre Aufnahme sinnvoll ist, welche Vorbefunde benötigt werden und wie der weitere Weg aussieht.
Nein. Während die Blutspende der Versorgung anderer dient, ist der naturheilkundliche Aderlass im KfN eine therapeutische Maßnahme, die in Menge und Zeitpunkt individuell auf Ihren Stoffwechsel und Ihre Diagnose abgestimmt ist.
Ihr nächster Schritt
Chronische Beschwerden verdienen mehr als eine Standardantwort. Blutegeltherapie, Aderlass und Schröpfen können in München – eingebettet in ein ganzheitliches Konzept und von erfahrenen Ärzten begleitet – ein wirkungsvoller Baustein auf Ihrem Weg zur Besserung sein. Als Kassenleistung und mit dem KfN an Ihrer Seite. Gemeinsam finden wir heraus, was für Sie möglich ist.





