Neuraltherapie
Nutzung von Lokalanästhetika zur Schmerzreduktion
Das Krankenhaus für Naturheilweisen München (KfN) setzt Neuraltherapie als Reizverfahren ein, das sich an der klassischen Neuraltherapie nach den Gebrüdern Ferdinand und Walter Huneke orientiert. Ihr Grundgedanke: Das vegetative Nervensystem ist Schalt- und Steuerungszentrale des Körpers. Durch präzise gesetzte Injektionen von Lokalanästhetika lassen sich dort Dysregulationen auflösen und die Selbstheilungskräfte anregen.
Als größtes integratives Klinikum Deutschlands wenden wir dieses Verfahren im Rahmen unserer multimodalen Behandlung an – je nach individuellem Krankheitsbild. Die Kosten für Ihren Krankenhausaufenthalt werden von der Krankenkasse übernommen.

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Was ist Neuraltherapie?
Die Neuraltherapie nach Huneke nutzt Injektionen von Lokalanästhetika – in der Regel Lidocain – an definierten Punkten des Körpers. Diese sollen das vegetative Nervensystem kurzzeitig aus seinem gestörten Muster lösen und eine nachhaltige Neuregulation anstoßen.
Der Hintergrund: Bestimmte Bereiche des Körpers können das Nervensystem dauerhaft irritieren und dadurch Beschwerden an völlig anderen Stellen auslösen, auch wenn zwischen beiden kein offensichtlicher Zusammenhang besteht. Diese sogenannten Störfelder werden im KfN systematisch gesucht und behandelt.
Lokale Injektionen können direkt am Schmerzort Linderung verschaffen und Blockaden lösen bzw. Irritationen beruhigen. Segment- und Störfeldbehandlungen wirken darüber hinaus auch bei Erkrankungen innerer Organe und allgemeinen Beschwerden wie Erschöpfung. Im Gegensatz zur rein symptomorientierten Schmerzbehandlung richtet sich der Blick dabei auf die Ursache, nicht nur auf das Symptom.
Im KfN ist die Neuraltherapie kein isoliertes Verfahren. Sie wird stets als Baustein eines ganzheitlichen Therapieplans eingesetzt – ergänzend zur Schulmedizin und abgestimmt auf die individuelle Situation des Patienten.
Behandlungsmethode – keine freie Auswahl durch den Patienten. Unsere Ärzte entscheiden nach eingehender Untersuchung, welche Therapiebausteine für Sie sinnvoll sind.
Wie wirkt Neuraltherapie?
Neuraltherapie setzt am vegetativen Nervensystem an – dem Steuerungssystem des Körpers, das Schmerz, Entzündung und Organfunktion reguliert. Durch Injektionen von Lokalanästhetika (wie Lidocain) an genau bestimmten Stellen wird die überreizte Nervenaktivität kurzfristig unterbrochen und ermöglicht dem Körper, sich in eine gesündere Regulation zurückzufinden.

Das Nervensystem als Schlüssel
Lidocain-Injektionen unterbrechen kurzzeitig die Weiterleitung von Nervenimpulsen an der behandelten Stelle. Dadurch kann das vegetative Nervensystem aus einem festgefahrenen Erregungszustand herausgelöst und in seine natürliche Balance zurückgeführt werden.

Störfelder & Reflexzonen
Manchmal löst eine alte Narbe, eine entzündete Zahnwurzel oder ein chronisch gereiztes Gewebe weit entfernte Beschwerden aus. Diese sogenannten Störfelder werden im KfN systematisch gesucht und behandelt – oft mit spürbarer Wirkung auf den gesamten Organismus.

Individualisierung durch den Arzt
Injektionspunkte, Mittelwahl und Behandlungsfrequenz richten sich ausschließlich nach dem individuellen Befund. Eine Selbstbehandlung ist nicht möglich – die Neuraltherapie erfordert eine qualifizierte ärztliche Einschätzung.
Neuraltherapie bei diesen Beschwerden

Chronische Schmerzen & Fibromyalgie
Langjährige Schmerzerkrankungen, bei denen das Nervensystem selbst in einen hypersensiblen Zustand geraten ist, sind ein zentrales Einsatzgebiet. Neuraltherapie kann das überlastete Schmerzgedächtnis des Körpers entlasten – auch bei Narben, die das Schmerzgeschehen mitunterhalten.

Kopfschmerzen & Migräne
Spannungskopfschmerzen und wiederkehrende Migräneattacken können über Injektionen im Nacken- und Schulterbereich sowie über Störfeldbehandlungen begleitend angegangen werden.

Rückenschmerzen & Wirbelsäulenbeschwerden
Chronische Rückenschmerzen, Bandscheibenbeschwerden und Blockaden der Wirbelsäule gehören zu den häufigen Indikationen. Neuraltherapie kann muskuläre und nervale Verspannungen lösen und die Beweglichkeit verbessern.

Nervenschmerzen & Neuropathie
Bei neuropathischen Schmerzen, Missempfindungen oder Nervenreizungen kann die Neuraltherapie über das vegetative Nervensystem regulierend eingreifen und Beschwerden lindern.

Gelenkbeschwerden & Arthrose
Lokale Injektionen in oder um betroffene Gelenke können Schmerzen dämpfen und die lokale Durchblutung verbessern – ergänzend zu schulmedizinischen Therapiekonzepten.

Autoimmunerkrankungen
Bei Erkrankungen wie Rheuma oder anderen Autoimmunstörungen kann die Neuraltherapie als unterstützender Baustein dazu beitragen, Entzündungsgeschehen zu modulieren und das vegetative Nervensystem zu stabilisieren.

Erkrankungen innerer Organe
Über Segment- und Störfeldbehandlungen können auch funktionelle Beschwerden innerer Organe positiv beeinflusst werden. Die Neuraltherapie wirkt hier regulierend auf das vegetative Nervensystem.

Erschöpfung & vegetative Dysregulation
Bei chronischer Erschöpfung, Schlafstörungen oder allgemeiner vegetativer Überlastung kann die Neuraltherapie das Nervensystem stabilisieren und die körpereigene Regulation unterstützen.
Neuraltherapie-Leistungen sind im stationären Behandlungsrahmen Kassenleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.
Methoden der Neuraltherapie im KfN
Je nach Befund und Therapieziel setzt das KfN unterschiedliche neuraltherapeutische Techniken ein – immer unter ärztlicher Aufsicht und in Abstimmung mit dem Gesamtbehandlungsplan.
Die Injektion erfolgt unmittelbar am Schmerzpunkt oder in die betroffene Struktur, etwa in einen verspannten Muskel, ein Gelenk oder eine Narbe. Ziel ist die direkte Dämpfung der lokalen Reizweiterleitung und die Förderung der Durchblutung im betroffenen Bereich.
Bestimmte Hautareale, Muskeln und Organe sind über das vegetative Nervensystem miteinander verbunden. Bei der Segmentbehandlung werden Injektionen in Reflexzonen gesetzt, die einem bestimmten Organ oder Körperbereich zugeordnet sind, um über diesen Weg Regulationsimpulse zu senden. Diese Methode wird nicht nur bei Schmerzen, sondern auch bei Erkrankungen innerer Organe und allgemeinen Beschwerden wie Erschöpfung eingesetzt.
Das identifizierte Störfeld wird direkt mit einer Lidocain-Injektion behandelt. Das Ziel: den dauerhaften Erregungsimpuls, den das Störfeld auf das Nervensystem ausübt, zu löschen und damit fernab liegende Beschwerden positiv zu beeinflussen.
Vorteile im KfN – Was uns auszeichnet
Als eine der führenden integrativen Kliniken Deutschlands verbinden wir im KfN evidenzbasierte Schulmedizin mit bewährten Methoden der Naturheilkunde – stets ganzheitlich, individuell und auf Sie abgestimmt.
Die Experten für Neuraltherapie im KfN
Die neuraltherapeutische Behandlung im Krankenhaus für Naturheilweisen wird von einem erfahrenen Ärzteteam unter der Leitung von Chefarzt Robert Schmidt durchgeführt. Unsere Ärzte vereinen langjährige klinische Erfahrung mit vertieften Zusatzqualifikationen in Neuraltherapie, Naturheilverfahren und Innerer Medizin.

Robert Schmidt
Ärztlicher Direktor & Chefarzt
Facharzt für Innere Medizin,
Naturheilverfahren und Homöopathie
So läuft der stationäre Aufenthalt im KfN ab
Ein stationärer Aufenthalt in unserer Klinik ist an klare medizinische Kriterien geknüpft. Ein berechtigter Aufenthalt liegt vor, wenn:
- Sie an einer chronischen Erkrankung leiden und die ambulanten Behandlungsmöglichkeiten (z. B. beim Haus- oder Facharzt) bereits voll ausgeschöpft sind und/oder
- Sie an einer akuten internistischen Erkrankung leiden, die einen kurzfristigen stationären Aufenthalt erforderlich macht.
In allen Fällen ist eine Einweisung durch Ihren Haus- oder Facharzt oder bei Privatversicherten eine Kostenübernahmeerklärung erforderlich.
Wichtiger Hinweis: Als Krankenhaus sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, die medizinische Notwendigkeit für einen stationären Aufenthalt am Tag Ihrer geplanten Aufnahme zu überprüfen und die Dauer Ihres Aufenthaltes final festzulegen.
Bitte nutzen Sie für Ihre Anfrage unser Online-Tool medflex. Nach der Registrierung haben Sie dort die Möglichkeit, mit uns per Chat in Kontakt zu treten.
Sie können medflex auf Ihrem Desktop nutzen oder als App auf Ihr Mobilgerät laden. Sie erhalten selbstverständlich auch per E-Mail eine Benachrichtigung, sobald wir Ihre Anfrage bearbeitet haben.
Im nächsten Schritt senden wir Ihnen einen Patientenfragebogen zu und teilen Ihnen mit, welche Unterlagen wir von Ihnen benötigen. Zudem erhalten Sie weitere Informationen und unseren Wahlleistungskatalog, in dem Sie Komfortleistungen finden. Wir bitten Sie, uns die übermittelten Fragebögen und die angeforderten Unterlagen gesammelt zuzusenden. Sie können die Unterlagen digital und sicher über medflex einreichen.
Sobald uns Ihre Unterlagen vollständig vorliegen, durchlaufen diese ein Screening durch unsere Ärzte. Wir prüfen, ob die gesetzlichen Kriterien für eine stationäre Behandlung erfüllt sind und melden uns im Anschluss mit einem Terminvorschlag für die Aufnahme bei Ihnen.
Bitte kommen Sie zum vereinbarten Termin zur Aufnahme in unsere Klinik. Aus organisatorischen Gründen finden alle stationären Aufnahmen im KfN zwischen 08:00 und 10:00 Uhr statt. Eine Aufnahme nach 10:00 Uhr ist bedauerlicherweise auch bei einem weiten Anreiseweg nicht möglich.
Für die Aufnahme sollten Sie folgende Unterlagen bzw. Daten bereithalten:
- Einweisungsschein Ihres Haus- oder Facharztes
- Versicherungskarte Ihrer Krankenkasse bzw. Kostenübernahmeerklärung Ihrer privaten Krankenversicherung
- Hinweis: Sollten Sie als privat versicherter Patient keine Kostenübernahmeerklärung Ihrer Versicherung vorlegen können, behalten wir uns grundsätzlich vor, Sie als Selbstzahler aufzunehmen; hierbei fällt eine Vorauszahlung an
- Personalausweis oder Reisepass
- ggf. Zuzahlungsbefreiung von der gesetzlichen Zuzahlung für Ihren stationären Aufenthalt
Gerne können Sie sich auch an unserer Mitbringliste orientieren. Diese finden Sie hier zum Download.
Auf Basis aller Befunde wird ein maßgeschneiderter Behandlungsplan erstellt unter Einbezug schulmedizinischer und naturheilkundlicher Verfahren.
Die Therapie beginnt – begleitet und überwacht durch erfahrene Ärzte und geschultes Pflegepersonal. Anpassungen erfolgen laufend auf Basis des Behandlungsverlaufs.
Häufige Fragen
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zur Neuraltherapie im KfN München.

Nicht die passende Antwort gefunden?
Kontaktieren Sie uns gerne
Ja, im Rahmen unseres stationären Aufenthalts. Als eines von wenigen naturheilkundlichen Krankenhäusern Deutschlands, die internistisch-naturheilkundliche Behandlungen als Kassenleistung anbieten dürfen, rechnen wir Ihren Aufenthalt direkt mit Ihrer gesetzlichen Krankenkasse oder privaten Krankenversicherung ab. Bitte beachten Sie die dafür nötigen Voraussetzungen auf unserer Seite zum Ablauf.
Nein. Eine herkömmliche Schmerzinjektion zielt darauf ab, Beschwerden lokal zu unterdrücken. Die Neuraltherapie verfolgt ein anderes Ziel: Sie will das vegetative Nervensystem in seiner Gesamtregulation beeinflussen. Injektionspunkte werden nach ärztlicher Befundaufnahme genau bestimmt – oft an Stellen, die vom eigentlichen Schmerzort weit entfernt liegen.
Ein Störfeld ist ein Bereich im Körper, der das vegetative Nervensystem dauerhaft irritiert und dadurch Beschwerden auch an anderen Stellen mitverursachen kann. Im KfN gehört die Störfelddiagnostik zur umfassenden Anamnese: Ärzte befragen den Patienten gezielt nach früheren Verletzungen, Operationen, Zahnbehandlungen oder chronischen Entzündungen und untersuchen körperlich auf auffällige Bereiche.
Neuraltherapie wird im KfN bei chronischen Schmerzen, Fibromyalgie, Kopfschmerzen und Migräne, Rückenschmerzen, Nervenschmerzen (Neuropathie), Gelenkbeschwerden und ergänzend bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Darüber hinaus kommt sie auch bei Erkrankungen innerer Organe (z. B. Magen-Darm-Beschwerden, Atemwegserkrankungen) und allgemeinen Beschwerden wie Erschöpfung oder vegetativer Dysregulation zum Einsatz. Ob das Verfahren für Ihr Beschwerdebild sinnvoll ist, klärt das Ärzteteam des KfN nach eingehender Untersuchung.
Am Anfang steht eine ausführliche Anamnese – ärztliches Gespräch, Befundsichtung und Störfelddiagnostik. Auf dieser Basis entscheiden unsere Ärzte, ob und welche neuraltherapeutischen Techniken eingesetzt werden. Die Injektion selbst ist in der Regel kurz; im Vordergrund stehen die sorgfältige Vorbereitung und die Einbettung in den Gesamttherapieplan.
Nein – und das ist medizinisch begründet. Das KfN entscheidet auf Basis Ihrer Befunde und Ihrer aktuellen gesundheitlichen Situation , welche Behandlungsbausteine für Sie sinnvoll sind. Neuraltherapie kann Bestandteil Ihres Therapieplans sein, muss es aber nicht.
Bereit für den nächsten Schritt?
Die Neuraltherapie im KfN ist Teil eines ganzheitlichen Wegs zu mehr Gesundheit. Wenn Sie herausfinden möchten, ob dieses Verfahren im Rahmen einer multimodalen Behandlung für Ihre Situation in Frage kommt, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.





