Spezielle Schmerz­therapie im KfN

Die spezielle Schmerztherapie im Krankenhaus für Naturheilweisen ist ein aktives Gruppenprogramm, das drei stationäre Aufenthalte umfasst. Sie werden dabei von einem Team aus unterschiedlichen Fachdisziplinen begleitet, die jede auf ihre Weise zu einer Verbesserung Ihrer Situation beiträgt. Unser Ziel ist nicht nur, Ihren Schmerz zu lindern, sondern Ihnen die Werkzeuge zu geben, selbstbestimmt mit ihm umzugehen. Unser Programm ist dementsprechend als „erlesene Hilfe zur Selbsthilfe“ konzipiert.

Spezielle Schmerztherapie.

Wenn Einzeltherapien nicht den erhofften Erfolg bringen und Medikamente immer weniger helfen, braucht es einen ganzheitlichen Ansatz. Deshalb geht es bei uns nicht um das nächste passive Verfahren: In der multimodalen Schmerztherapie lernen Sie, Ihren Schmerz zu verstehen und ihn Schritt für Schritt wieder in den Griff zu bekommen – aktiv und mit einem Team, das Sie über Wochen begleitet.

Für wen ist die Schmerztherapie geeignet?

Die Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie (IMST) ist ein anspruchsvolles, aktives Programm, das auf einen besseren Umgang mit Schmerz abzielt. Das Besondere und Innovative an der stationären Schmerztherapie im Krankenhaus für Naturheilweisen ist das Zusammenwirken der konventionellen, wissenschaftsbasierten Schmerzmedizin mit ausgewählten Verfahren aus dem Bereich der Naturheilkunde.

Für die Teilnahme an einer stationären multimodalen Schmerztherapie müssen mindestens drei der folgenden Merkmale erfüllt sein.

Unsere Schmerztherapie ist als aktives Gruppenprogramm konzipiert. Neben den medizinischen Voraussetzungen sollten Sie die nötige Bereitschaft und die entsprechende körperliche Verfassung mitbringen, um an den verschiedenen Programmpunkten teilnehmen zu können. Nur so können Sie langfristig von der Therapie profitieren.

  • Abgeschlossene fachärztliche Diagnostik (möglichst auch schmerzmedizinisch)
  • Ausreichende körperliche und psychische Belastbarkeit für das ganztägige Gruppenprogramm
  • Gutes Verständnis der deutschen Sprache
  • Therapiemotivation für Körper- und Psychotherapie sowie die Gruppenprogramme
  • Akzeptanz der aktiven Übungs- und Bewältigungstherapie – inkl. Verzicht auf passive Verfahren (z. B. Massagen)
  • Bereitschaft zur Schmerzmittelreduktion auf Basis gemeinsamer Entscheidungsfindung

Damit die Therapie wirken kann, ist sie nicht für jede Situation der richtige Weg. Nicht geeignet ist die multimodale Schmerztherapie derzeit für Patientinnen und Patienten,

  • die an physiotherapeutischen/gesprächsbasierten Gruppentherapien und Vorträgen nicht gewinnbringend teilnehmen können.
  • die auch mit Hilfsmitteln nicht ausreichend selbstständig mobil sind.
  • die an einer aktiven Suchterkrankung leiden (ausgenommen Schmerzmedikamente).
  • schwer psychiatrisch erkrankt sind, ausgenommen sind Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen.
  • aktuell so schwer psychiatrisch erkrankt sind, dass diese Symptome im Vordergrund stehen

Während eines laufenden Renten-/GdB-Verfahrens, oder eines Schadenersatzprozesses werden wir über eine Teilnahme an der MMST zum aktuellen Zeitpunkt im Einzelfall entscheiden. Sollte die multimodale Schmerztherapie im KfN aus einem der oben genannten Gründe zum aktuellen Zeitpunkt für Sie nicht in Frage kommen, bitten wir Sie, mit Ihrem behandelnden Arzt oder Therapeuten eine Lösung zu erarbeiten. Selbstverständlich können Sie sich im Anschluss gerne mit uns in Verbindung setzen. 

Was die multimodale Schmerztherapie besonders macht

„Multimodal“ bedeutet: Körpertherapie, Psychotherapie sowie aktive Übungs- und Bewältigungstherapie greifen ineinander. Das Wirkprinzip ist Ihre Eigenaktivität – Sie sind nicht Empfänger einer Behandlung, sondern aktiver Teil Ihrer Genesung.

Icon Rezept.

Grundlage der Schmerztherapie ist das sogenannte bio-psycho-soziale Modell, also eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen mit seinem Körper und seiner „Seele“, eingebettet in das soziale Umfeld mit seinen Wechselwirkungen.

Icon Atomstruktur.

Sie werden von einem Team aus unterschiedlichen Fachdisziplinen betreut, die jede auf ihre Weise zu einer Verbesserung Ihrer Situation beiträgt. Studien zeigen, dass durch die IMST in der Regel ein besserer und anhaltenderer Therapieerfolg eintritt als bei Einzeltherapien.

So ist die Therapie aufgebaut

Die stationäre Schmerztherapie im KfN besteht aus insgesamt drei Therapiewochen in einer Gruppe und erstreckt sich jeweils über acht Therapietage. Zwischen den drei einzelnen stationären Aufenthalten sind Zeiträume von etwa vier Wochen fest eingeplant, die dazu dienen, das Erlernte selbstständig zu wiederholen, zu vertiefen und in den individuellen Alltag zu integrieren. Denn Ihre selbstständige Mitarbeit ist ein wesentliches Element dieser aktiven Therapieform. 

Die Gruppenzusammensetzung bleibt über alle drei Aufenthalte im KfN hinweg bestehen. Die jeweils achttägigen stationären Therapieblöcke sind inhaltlich abgestimmt und bauen aufeinander auf. Mit diesem Konzept unterstützen und begleiten wir Sie nachhaltig auf Ihrem Weg zu Ihren individuellen Therapiezielen. Die Teilnahme an allen drei Modulen ist wichtig, um das aufeinander aufbauende Therapieangebot zu vervollständigen.

Ihre erste Therapiewoche mit acht Therapietagen in einer festen Gruppe. Sie steigen in die aktive Therapie ein und lernen die Grundlagen des Konzepts kennen.

Zwischen den Modulen liegen jeweils rund vier Wochen. Diese Zeit dient dazu, das Erlernte selbstständig zu wiederholen, zu vertiefen und in Ihren Alltag zu integrieren – Ihre Eigenaktivität ist ein wesentliches Element der Therapie.

Die zweite Therapiewoche baut inhaltlich auf Modul 1 auf. Sie vertiefen die Übungen und Bewältigungsstrategien in derselben Gruppe.

Die dritte Therapiewoche schließt das Programm ab und festigt das Erlernte für die langfristige Anwendung im Alltag.

Die drei Module sind inhaltlich aufeinander abgestimmt und bauen aufeinander auf, die Gruppenzusammensetzung bleibt durchgehend bestehen. Die Teilnahme an allen drei Modulen ist wichtig, um das Therapieangebot zu vervollständigen.

Seit dem 1. April 2024 besteht am KfN die Sektion „Spezielle Schmerztherapie“ unter der Leitung von Dr. med. Max Renner. Hier werden Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen stationär in einem interdisziplinären, multimodalen Konzept behandelt – auf Grundlage des bio-psycho-sozialen Modells, das Körper, Psyche und soziales Umfeld gemeinsam in den Blick nimmt.

Damit die vielfältigen Therapieoptionen professionell ineinandergreifen, besteht unser interdisziplinäres Team aus Fachkräften der Bereiche Medizin (Spezielle Schmerztherapie), Psychotherapie (Spezielle Schmerzpsychotherapie), Physiotherapie sowie naturheilkundlicher Pflege und Ernährungsmedizin.

Portrait Dr. Renner KfN

Dr. med. Max Renner

Sektionsleiter Schmerztherapie

Facharzt für Anästhesiologie
und Allgemeinmedizin

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Weitere Informationen

Checklisten – so bereiten Sie sich vor

Person füllt Dokument aus.

  • Überweisung/Einweisungsschein zur stationären multimodalen Schmerztherapie durch den behandelnden Arzt (Einweisungsschein)
  • Im Vorhinein Kommunikation und Planung mit dem Arbeitgeber über Fehlzeiten während der drei stationären Therapiewochen
  • Bestätigung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse
  • Aktueller Bundeseinheitlicher Medikationsplan (BMP)
  • Aktuelles Labor (Leber-, Nierenwerte, Blutbild, Differenzialblutbild)
  • Ruhe-EKG
  • Alle Befunde der vergangenen 5 Jahre
  • Ausgefüllter Schmerzfragebogen (Onlineversion, von uns zugesandt)
  • Lockere Kleidung für die körperliche Untersuchung
KfN Innenaufnahme.

  • Sportkleidung (auch für draußen)
  • Turnschuhe
  • Schreibmaterial
Frau mit offenen Armen in der Natur.

Kosten & Abrechnung

Die Abrechnung erfolgt über eine sogenannte Fallpauschale (DRG). Das bedeutet: Ihre Krankenkasse oder Krankenversicherung zahlt einen festen Betrag für Ihre ganzheitliche Behandlung – unabhängig davon, welche einzelnen Therapieverfahren im Detail bei Ihnen angewandt werden.

  • Für gesetzlich versicherte Patienten (GKV): Sie sind völlig abgesichert. Da wir im Vorfeld durch unser Screening alles genau prüfen, übernimmt Ihre gesetzliche Krankenkasse die Kosten für den stationären Aufenthalt komplett (abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung von 10 € pro Tag für maximal 28 Tage), die Sie selber zahlen müssen.
  • Für privat versicherte Patienten und Beihilfeberechtigte (PKV): Auch hier werden die Kosten im stationären Rahmen in der Regel übernommen. Da private Tarife jedoch stark variieren, empfehlen wir Ihnen dringend, die Kostenübernahme vor Beginn des Klinikaufenthalts schriftlich mit Ihrer Versicherung und der Beihilfestelle zu klären. Dies gilt auch für Zusatzleistungen wie Einzel- oder Doppelzimmer oder Chefarztbehandlung.

Das sagen unsere Patienten

Echte Erfahrungen unserer Patientinnen und Patienten – authentisch, ehrlich und vertrauensvoll.

4,7 / 5,0 Gesamtbewertung
83%
Besserung des Gesundheitszustands
85%
Zufriedenheit ärztliche Behandlung
90%
Zufriendenheit pflegerische Betreuung
90%
Zufriedenheit Verpflegung
Drei Ärzte laufen einen Gang entlang im KfN München

Weitere Behandlungsmöglich­keiten im KfN

Icon stationärer Aufenthalt.

Stationäre Behandlung mit Fokus auf die Behandlung Ihrer Erkrankung – durch gezielte Kombination aus Medizin und Naturheilverfahren.

Bei chronischen Erkrankungen und akuten Beschwerden, die eine stationäre Behandlung erfordern.

Icon ambulante Praxis.

Integrative Medizin ohne stationäre Aufnahme – Sprechstunden und strukturierte Gesundheitsprogramme mit moderner Diagnostik.

Für alle, die ambulant behandelt werden möchten – als Selbstzahler oder Privatversicherte.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um die multimodale Schmerztherapie.


Portrait Dr. Renner KfN

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Kontaktieren Sie uns gerne

Beim stationären Aufenthalt steht die Behandlung Ihrer Erkrankung und die Linderung der Symptome im Vordergrund. Die multimodale Schmerztherapie verfolgt ein anderes Ziel: Sie lernen in einem aktiven Gruppenprogramm, langfristig mit chronischen Schmerzen umzugehen und sie in Ihren Alltag zu integrieren. Mehr dazu auf unserer Seite zum Stationären Aufenthalt.

Multimodal heißt: Verschiedene Therapieformen greifen ineinander – Körpertherapie, Psychotherapie sowie aktive Übungs- und Bewältigungstherapie. Ihre Eigenaktivität ist dabei das zentrale Wirkprinzip.

Die Therapie besteht aus drei Therapiewochen mit jeweils acht Therapietagen. Zwischen den Modulen liegen jeweils rund vier Wochen, in denen Sie das Erlernte eigenständig vertiefen.

Ja. Die Module sind inhaltlich aufeinander abgestimmt und bauen aufeinander auf. Die Teilnahme an allen drei Modulen ist wichtig, um das aufeinander aufbauende Therapieangebot zu vervollständigen.

Eine Reduktion der Schmerzmedikamente erfolgt nicht abrupt, sondern schrittweise und auf Basis einer gemeinsamen Entscheidungsfindung mit Ihrem Behandlungsteam.

Während eines laufenden Renten- oder GdB-Verfahrens oder eines Schadenersatzprozesses entscheiden wir über eine Teilnahme im Einzelfall. Sprechen Sie uns dazu gern an.

Die etwa vierwöchigen Phasen zwischen den Modulen dienen dazu, das Erlernte selbstständig zu wiederholen, zu vertiefen und in Ihren Alltag zu integrieren. Ihre Eigenaktivität ist ein wesentlicher Teil des Therapieerfolgs.

Für das prästationäre Assessment und die Aufnahme benötigen Sie u. a. Einweisung, Kostenübernahme, aktuellen Medikationsplan, Labor, Ruhe-EKG und den ausgefüllten Schmerzfragebogen. Die vollständigen Checklisten finden Sie weiter oben auf dieser Seite.

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