Rückblick auf den Münchner Faszientag 2026 im KfN
In enger Kooperation mit der renommierten Fascia Research Group (Technische Universität München & Universität Ulm) luden wir am 20. Juni zum Münchner Faszientag 2026 ein. Zahlreiche interessierte Ärztinnen, Ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten folgten unserer Einladung, um das faszinierende Bindegewebe genauer unter die Lupe zu nehmen.

Von der Anatomie-Nische zum Forschungstrend
Den Auftakt des vollgepackten Tagesprogramms gestaltete Robert Schmidt, Facharzt für Innere Medizin, Chefarzt und Ärztlicher Direktor des KfN. Er begrüßte die rundum motivierten Gäste, stellte das KfN vor und stimmte das Fachpublikum auf die kommenden Stunden ein.
Direkt im Anschluss übernahm Prof. Dr. biol. hum. Robert Schleip, Leiter des Fascia Research Project, das Wort. Mit seiner gewohnt mitreißenden Art veranschaulichte er, warum das einstige „Aschenputtel-Gewebe der klassischen Anatomie“ heute weltweit tausende Forschende begeistert. Er lieferte Antworten auf brennende Fragen der Praxis: Können Faszien tatsächlich verkleben? Und welche zentrale Rolle spielen sie bei chronischen Rückenschmerzen und Weichteilbeschwerden?
Tiefgänge in Therapie und Ernährung
Nach einer ersten Pause, die für das Networking bei Getränken und einem kleinen Imbiss genutzt wurde, ging es historisch und praktisch weiter: Dr. phil. Peter Schwind (Certified Advanced Rolfing® Instructor) gab tiefgehende Einblicke in die Grundkonzepte von Ida Rolfs struktureller Integration und spannte den Bogen von der Geschichte zur Gegenwart manueller Faszienbehandlung.
Dass Fasziengesundheit auch maßgeblich durch den Magen geht, bewies im Anschluss Heidi Martin, Köchin, Diätassistentin und Ernährungsberaterin im KfN. In ihrem Vortrag zeigte sie anschaulich, wie eine arachidonsäurearme, entzündungshemmende Ernährung als essenzielle biologische Grundlage für ein gesundes Gewebe dient.
Kritische Analysen und Tipps für den Alltag
Nach der Mittagspause startete der zweite Teil des Tages mit einer differenzierten und kritischen Analyse faszienorientierter Manual- und Bewegungstherapien, erneut präsentiert von Prof. Dr. Robert Schleip. Den runden Abschluss des Vortragsprogramms übernahm schließlich wieder Chefarzt Robert Schmidt: Er gab den Kolleginnen und Kollegen konkrete, faszienkundige Empfehlungen für einen gesunden Alltag mit auf den Weg, die sich ideal in die Patientenberatung integrieren lassen.
Ein herzliches Dankeschön!
Ein Tag wie dieser lebt vom Miteinander. Wir möchten uns von ganzem Herzen bei unseren hochkarätigen Referenten für die tiefen Einblicke in ihre Arbeit sowie bei der Fascia Research Group für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken.
Ein ebenso großer Dank gilt allen teilnehmenden Ärzten und Therapeuten für das große Interesse und die anregenden Diskussionen. Nicht zuletzt danken wir dem gesamten Team der KfN-Küche, das uns den Tag über mit frischen, gesunden Leckereien kulinarisch perfekt begleitet hat, sowie allen helfenden Händen im Hintergrund!
Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen und den weiterhin so lebendigen Austausch mit Ihnen!
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