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Mehr als nur Schulmedizin

Schulmedizin und Naturheilverfahren - ein gutes Team

Unter dem Begriff „Schulmedizin" werden alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zusammengefasst, wie sie an den medizinischen Hochschulen gelehrt wird und die dem Denkansatz von Ursache und Wirkung folgen. Ursache und Wirkung sind mit wissenschaftlichen Methoden objektiv nachweisbar. Die Schulmedizin ist vom Denkansatz her primär krankheitsorientiert, isolierte Faktoren stehen als Krankheitsursachen im Vordergrund. Gleichwohl wird der Mensch auch in der Schulmedizin zunehmend als vernetztes System verstanden, dies wird insbesondere durch die modernen Forschungsmethoden ermöglicht.

Was bedeutet "evidenzbasierte Medizin" und "integrative Medizin"

Evidenzbasierte Medizin / EbM (von englisch evidence-based medicine (EBM) „auf empirische Belege gestützte Heilkunde“) bedeutet gewissenhafte, ausdrückliche und umsichtige Gebrauch der aktuell besten Beweise für Entscheidungen in der Versorgung eines individuellen Patienten“. EbM beruht demnach auf dem jeweiligen aktuellen Stand der klinischen Medizin auf der Grundlage klinischer Studien und medizinischer Veröffentlichungen, die einen Sachverhalt erhärten oder widerlegen. Im Jahre 2000 wurden „evidenzbasierte Leitlinien“ in das deutsche Sozialgesetzbuch eingeführt.

Integrative Medizin ist die Synthese aus konventionellen und naturheilkundlichen Therapiemethoden zu einem sinnvollen Gesamtkonzept auf wissenschaftlicher Basis. Sie verbindet pathogenetische und salutogenetische Therapieansätze und fußt auf ärztlicher Kompetenz in beiden Bereichen.

"Pathogenese" beschreibt die Entstehung und Entwicklung einer Krankheit.
"Salutogenese" wendet sich der Erforschung der Prozesse zu, die Gesundheit erhalten und fördern. Der Begriff Salutogenese wurde von A. Antonovsky als Gegenbegriff zu dem der „Pathogenese“ geprägt.

Im Idealfall bedeutet „Integrativ“ also die Kombination aus evidenzbasierter Schulmedizin mit wissenschaftlicher Naturheilkunde.

Individuelle Therapiekonzepte erstellen, Behandlungssynergien nutzen

Es ist ein naturheilkundliches Grundprinzip, die Gesamtheit von Körper, Seele und Geist zu sehen, deshalb beziehen wir auch den ganzen Menschen in die Behandlung ein und denken vernetzt. Der Mensch wird primär als gesund betrachtet. Wenn es zu körperlichen Beschwerden oder Erkrankungen kommt, suchen Experten der Naturheilkunde die Ursache in einer Störung des harmonischen Gleichgewichts des menschlichen Organismus. Eine naturheilkundliche Behandlung verfolgt dann das Ziel, dieses natürliche Gleichgewicht im Körper sanft und nebenwirkungsarm auf natürliche Weise wiederherzustellen.

Im Rahmen unserer integrativen Therapie entwickeln wir passende Therapiekonzepte, die individuell auf die Beschwerden jedes einzelnen Patienten abgestimmt sind. Darin ergänzen wir die klassische Schulmedizin durch anerkannte Naturheilverfahren und die klassische Homöopathie.
Naturheilkundliche Pflegeanwendungen unterstützen die Therapie.

Naturheilverfahren und klassische Homöopathie

Naturheilverfahren sind Methoden, die durch serielle Reize die Selbstheilungs- und Ordnungskräfte des Organismus anregen und unterstützen. Dabei nutzt man natürliche Reize wie z. B. Wasser, Bewegung, Kälte oder Wärme. Zu den klassischen Naturheilverfahren gehören die Bewegungstherapie, die Ordnungstherapie und die Hydrotherapie. Ernährungstherapie und die Anwendung von Heilpflanzen sind weitere Bausteine der naturheilkundlichen Behandlung.

Die Homöopathie ist eine eigenständige Therapieform. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet „ähnliches Leiden“. Vereinfacht ausgedrückt beruht das Behandlungsprinzip darauf, eine Erkrankung mit einer Substanz zu behandeln, die bei Gesunden Symptome hervorrufen kann, die der Krankheit ähnlich sind. Zur Anwendung kommen hochverdünnte Substanzen in Form von Globuli oder Dilutionen (in Tropfenform).

„Unsere Patienten erleben, dass sie keine passiven Zuschauer, sondern aktive Teilnehmer ihrer Behandlung sind.“

Krankheit behandeln, Gesundheit fördern

Im Sinne eines „Sowohl als auch“ profitieren unsere Patienten von der dualen Behandlung und den sich daraus ergebenden Behandlungs-Synergien und können daraus einen deutlichen Zusatznutzen ziehen: Die Selbstheilungs- und Ordnungskräfte werden aktiviert, eine nachhaltige Beschwerdelinderung und im besten Fall die Genesung unserer Patienten wird erzielt.

Neben dem direkten therapeutischen Effekt unserer Maßnahmen sollen unsere Patienten auch langfristig von ihrem Aufenthalt im KfN profitieren. Ein wirkungsvoller Ansatz sind unsere edukativen Maßnahmen: Dabei identifizieren wir krankheitsbegünstigende Faktoren im Lebensstil unserer Patienten und zeigen Wege zur Veränderung auf (Ernährung, Bewegung, Entspannung).

Kompetenz bei akuten und chronischen Erkrankungen

Akute Erkrankungen erfordern eine rasche diagnostische Abklärung und Behandlung nach den Leitlinien der Evidenzbasierten Schulmedizin. Gleichzeitig setzen wir auch hier unterstützend und ergänzend die empirisch gesicherten Therapiemethoden aus der Naturheilkunde ein. Speziell chronisch kranke Patienten schätzen unseren multimodalen Behandlungsansatz. Besonders die naturheilkundliche Komplexbehandlung, bei der verschiedene klassische Naturheilverfahren kombiniert und in hoher Therapiedichte eingesetzt werden, kann Patienten mit chronischen Erkrankungen neue Behandlungswege eröffnen.

Bei akuten Erkrankungen sind die evidenzbasierte Schulmedizin und die kurzfristige diagnostische Abklärung zwingend. Gleichzeitig setzen wir auch hier unterstützend und ergänzend die empirisch gesicherten Therapiemethoden aus der Naturheilkunde ein.