Zum Hauptinhalt springen

Long-Covid-Syndrom: Symptome, Ursachen und Therapie

Long-Covid-Syndrom – was ist das?

Das Long-Covid-Syndrom ist ein Sammelbegriff für körperliche oder psychische Langzeitfolgen nach überstandener Covid-19-Erkrankung, die noch Wochen und Monate nach der akuten Covid-19-Erkrankung anhalten oder neu auftreten können. Von einem Long-Covid-Syndrom sind Menschen jeden Alters betroffen. Schätzungsweise mehr als zehn Prozent aller Corona-Erkrankten entwickeln ein Long-Covid-Syndrom. Typische Symptome des Long-Covid-Syndroms sind u. a. starke körperliche Erschöpfung (Fatigue), Atembeschwerden, Konzentrations-, Gedächtnis- und Schlafstörungen, Schwindel, Muskel- oder Kopfschmerzen.

Long-Covid-Syndrom – Symptome, Diagnose, Ursachen und Behandlung im Überblick

Die zunehmende Erfahrung, die wir mit der Corona-Pandemie machen, zeigt, dass relativ viele Personen, welche die akute Covid-19-Erkrankung überstanden haben, an unerwarteten Langzeitfolgen leiden.

Erste Daten aus England zur Häufigkeit zeigten bereits früh, dass ca. 40 Prozent der im Krankenhaus Behandelten an organspezifischen Folgen litten und eine längerfristige Unterstützung benötigten. Bei etwa 10 Prozent der an Covid-19 Erkrankten, die leichtere Verläufe aufwiesen, dauerten die Symptome länger als 4 Wochen an. Neue Untersuchungen deuten darauf hin, dass 10 bis 15 Prozent aller an Corona Erkrankten ein Long-Covid-Syndrom entwickeln. Bei Einigen kommt es im Verlauf zu einer Spontanheilung oder zu einer deutlichen Abschwächung der Symptome

Neben organspezifischen Symptomen wie anhaltenden Atembeschwerden tritt häufig auch eine ausgeprägte Erschöpfung als Langzeitfolge auf. Selbst bei milderen oder symptomarmen Verläufen und bei jüngeren Erkrankten können körperliche und kognitive Beschwerden monatelang anhalten und im schlimmsten Fall sogar chronisch werden. Die Beschwerden schränken die Lebensqualität meist erheblich ein – das betrifft das Sozialleben ebenso wie Schule, Beruf und Freizeit.

Für die Diagnosestellung wird die Krankengeschichte erfragt, zudem erfolgt eine genaue körperliche Untersuchung. Derzeit gibt es keine spezifischen Laborwerte oder Untersuchungen, um die DiagnoseLong-Covid-Syndrom zu stellen. Es werden aber verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um andere Erkrankungen, die für die Beschwerden verantwortlich sein können, auszuschließen.

Die genaue Ursache des Long-Covid-Syndroms ist bisher nicht geklärt. Sie ist multifaktoriell und vermutlich nicht bei allen Betroffenen gleich. Die Covid-19-Infektion ist nach der aktuellen Studienlage eine Multisystemerkrankung, bei der die Entzündung der Blutgefäße eine wichtige Rolle bei spielt. Beim Long-Covid-Syndrom scheinen autoimmune Prozesse und eine Regulationsstörung des vegetativen Nervensystems für viele der auftretenden Symptome verantwortlich zu sein. Deshalb sollte bei der Behandlung der Langzeitfolgen auch der ganze Körper als komplexes Funktionssystem im Mittelpunkt stehen.

Zur Behandlung des Long-Covid-Syndroms gibt es bislang keine ursächliche Therapie. Es wird symptomorientiert behandelt. Für die klassischen Symptome nach überstandener Covid-19-Infektion, wie anhaltende Erschöpfung oder Atembeschwerden, bietet wir vom Krankenhaus für Naturheilweisen (KfN) in München mit unserem integrativen Behandlungsansatz  gute Therapieoptionen. Durch die Kombination von konventioneller Schulmedizin mit bewährten Therapiemaßnahmen aus der Naturheilkunde und der Homöopathie können therapeutische Synergieeffekte entstehen, die durch Einzelmaßnahmen so nicht erzielt werden können.

Das ist der Unterschied zwischen Post-Covid- und Long-Covid-Syndrom

Post-Covid-Syndrom: Symptome, die im Zusammenhang mit Covid-19 oder danach aufgetreten sind und mehr als 12 Wochennach Beginn der Covid-19-Erkrankung noch vorliegen und sich nicht durch andere Gründe erklären lassen.

Long-Covid-Syndrom: Symptome, die mehr als 4 Wochennach Beginn der Erkrankung an Covid-19 fortbestehen oder neu auftreten. Das Long-Covid-Syndrom schließt damit sowohl die subakute Covid-19-Phase 4 bis 12 Wochen nach Symptombeginn als auch das Post-Covid-19-Syndrom mit ein.

Dabei kann es sich auch um eine Verschlechterung einer vorbestehenden Grunderkrankung handeln, z. B. einer rheumatoiden Arthritis, einer anderen Autoimmunerkrankung oder einer Lungenerkrankung.

Long-Covid-Syndrom: Symptome und Langzeitfolgen

Das Long-Covid-Syndrom ist derzeit in aller Munde und gibt vielen Betroffenen das Gefühl, dass ihr Leben durch oft nur schwer objektivierbare Symptome völlig aus den Fugen geraten ist. Es betrifft Menschen aller Altersstufen mit und ohne Vorerkrankungen. Auch Wochen oder Monate nach der akuten Infektion können noch Symptome bestehen.

Das Long-Covid-Syndrom kann ganz unterschiedliche Beschwerden hervorrufen, die einzeln oder in Kombination auftreten. Die Intensität der Symptome kann von Tag zu Tag oder sogar von Stunde zu Stunde sehr unterschiedlich sein. Viele Beschwerden beim Long-Covid-Syndrom ähneln den Symptomen bei der Myalgischen Enzephalomyelitis/dem Chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS)

Die häufigsten Symptome bei Long-Covid-Syndrom

Long-Covid: Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit

Viele Menschen mit Long-Covid-Syndrom leiden an einer massiven Erschöpfung mit Müdigkeit, Schwäche und Leistungsminderung. Häufig sind die Betroffenen schon nach kleinen alltäglichen Anstrengungen massiv und anhaltend erschöpft. Dies kann es unmöglich machen, die bisher gewohnten Berufs- und Alltagstätigkeiten zu bewältigen ohne dass sich der Gesundheitszustand dadurch verschlechtert. „Mal richtig ausschlafen“ oder „ein ruhiges Wochenende“ können daran nichts ändern.

Post-Exertionelle Malaise (PEM) bei Long-Covid

Vielmehr droht nach jedem Überschreiten der individuellen Belastungsgrenze, die sehr niedrig liegen kann, ein unter Umständen tage- oder sogar wochenlanger weiterer körperlicher Einbruch – eine sogenannte Post-Exertionelle Malaise, kurz PEM genannt. Das kann das Leben und die Lebensqualität auf allen Ebenen – sozial, beruflich, schulisch und in der Freizeit – nachhaltig beeinträchtigen. Da man den Betroffenen die Erkrankung äußerlich nicht immer ansieht, kann die Situation auch zu Unverständnis, mangelnder Unterstützung und sozialer Zurückweisung führen.

Long-Covid: Husten und Atembeschwerden

Häufig klagen die Erkrankten auch über Atem- und Lungenbeschwerden. Dazu zählen Husten und das Gefühl, nicht mehr richtig durchatmen zu können. Weitere Symptome sind z. B. Beklemmungsgefühle, Schmerzen im Brustkorb oder Kurzatmigkeit und Luftnot.

Long-Covid: Kopfschmerzen und andere neurologische Symptome

Auch neurologische Beschwerden sind häufig. Sie äußern sich u. a. in Kopfschmerzen, Störungen von Hören, Sehen und Riechen oder Konzentrationsstörungen, Wortfindungs- und Koordinationsstörungen. Darüber hinaus können Schwindel oder neuropathische Schmerzen auftreten. Beispielsweise kommt es vor, dass Long-Covid-Kranke beim Treppensteigen immer wieder stürzen oder beim Schreiben des eigenen Namens Fehler machen.

Auch das Herz-Kreislaufsystem kann beim Long-Covid-Syndrom betroffen sein

Nach schweren Krankheitsverläufen ist das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen erhöht, z. B. für die Entstehung venöser Thrombosen und Thromboembolien, Schlaganfällen und Herzinfarkten. Nach Herzmuskelentzündungen im Rahmen der akuten Erkrankung tritt nicht selten eine Herzschwäche auf.

Unabhängig von der Schwere der Akuterkrankung entwickelt sich relativ häufig eine autonome Dysfunktion. Diese Regulationsstörungen des autonomen Nervensystems können sehr belastend sein. Es finden sich Blutdruckschwankungen, insbesondere ein Blutdruckabfall nach längerem Stehen oder nach dem Aufstehen, Herzrasen oder Herzstolpern, oft einhergehend mit Schwindel und Schwächegefühl.

Long-Covid: Muskelschmerzen, Krankheitsgefühl, Schlafstörungen und weitere Symptome

Auch Muskelschmerzen werden häufig beschrieben. Viele Patient*innen mit Long-Covid-Syndrom beklagen außerdem ein wiederkehrendes Krankheitsgefühl wie bei einem grippalen Infekt. Anhaltende Schlafstörungen werden berichtet, ebenso Probleme mit der Verdauung. Auch Haarausfall und Tinnitus sind dokumentiert. Beim Long-Covid-Syndrom können auch psychische Störungen auftreten, v. a. depressive Verstimmungen und Ängstlichkeit.


Risikofaktoren für ein Long-Covid-Syndrom: Wer ist besonders gefährdet?

Grundsätzlich kann nach jeder Covid-19-Erkankung ein Long-Covid-Syndrom auftreten, auch nach einem milden, symptomarmen oder sogar symptomlosen Verlauf. Langzeitfolgen können auch bei Kindern und jungen Menschen sowie bei Personen ohne andere Vorerkrankung auftreten. Wer genau erkrankt und wie schwer, ist nicht genau vorherzusagen.

Dennoch gibt es einige Patient*innen, die ein höheres Risiko für ein Long-Covid-Syndrom haben:

  • Menschen, die schwer an Covid-19 erkrankt waren und z. B. eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickelt haben oder auf der Intensivstation behandelt werden mussten
  • Ältere Menschen
  • Stark Übergewichtige
  • Personen mit Vorerkrankungen z. B. von Lunge und Herz
  • Frauen sind unabhängig vom Alter besonders häufig von einem Erschöpfungssyndrom (Fatigue) betroffen.

Ausschlussdiagnose Long-Covid-Syndrom

Die Symptome des Long-Covid-Syndroms beginnen meist schleichend innerhalb von wenigen Wochen nach einer überstandenen Covid-19-Infektion. Bei einigen Betroffenen bleiben von Anfang an vorhandene Symptome auch nach Abklingen der akuten Erkrankungsphase weiter bestehen. Die zeitliche Nähe zu einer Corona-Infektion ist dann auch der bislang einzige objektivierbare Hinweis auf ein Long-Covid-Syndrom. Es gibt keinen Blutwert, der charakteristisch für das Long-Covid-Syndrom ist. Die Untersuchung von Lunge, Herz-Kreislaufsystem und Nervensystem bleiben in der Regel unauffällig.

Je nach vorherrschenden Symptomen kann es trotzdem geboten sein, bestimmte Untersuchungen wie beispielsweise Blutwerte, Lungenfunktion, EKG oder Ultraschall durchzuführen, da es sich beim Long-Covid-Syndrom bisher um eine so genannte Ausschlussdiagnose handelt, d. h. andere mögliche Erkrankungen, die zu ähnlichen Symptomen führen könnten, müssen ausgeschlossen werden.

Klar zu trennen von den Long-Covid-Patient*innen sind diejenigen, die sich von einem schweren Verlauf einer Corona-Erkrankung, ggf. mit Langzeitbeatmung und Multiorganversagen, erholen müssen. Bei schweren Covid-Erkrankungen kann es zu dauerhaften Organschäden wie einer Lungenschädigung mit Verschlechterung der Lungenfunktion oder einer anhaltenden Herzschwäche kommen.

Mögliche Ursachen des Long-Covid-Syndroms werden intensiv erforscht

Noch herrscht Unklarheit über die genaue Ursache des Long-Covid-Syndroms. Vieles deutet dabei auf eine anhaltende fehlgeleitete Immunantwort des Körpers auf das Coronavirus hin. Vermutlich spielen mehrere Mechanismen und Faktoren bei der Krankheitsentstehung eine Rolle.

Weltweit wird intensiv an der Erforschung des Long-Covid-Syndroms gearbeitet. Folgende Theorien für die Entstehung von Long-Covid haben sich dabei u. a. herauskristallisiert:

  • Viruspersistenz im körpereigenen Gewebe: Dem Immunsystem gelingt es nicht, das Coronavirus vollständig zu entfernen. Ein Teil der Viren verbleibt also im Körper und kann und von dort aus immer wieder das Immunsystem herausfordern, vergleichbar mit einer chronischen Infektion mit z. B. wellenartigem Verlauf.
  • Virenfragmente: Teile des Coronavirus könnten im Gewebe zurückbleiben und noch Monate nach der ursprünglichen Infektion eine Reaktion des Immunsystems auslösen, die dann in eine langanhaltende Immunreaktion des Körpers mündet. Die Symptome sind nach dieser Hypothese also Folge einer überschießenden Immunreaktion, die durch Virusbestandteile getriggert wird.
  • Bildung von Autoantikörpern: Drittens könnten sich infolge der Viruserkrankung so genannte Autoantikörper bilden, die sich gegen das körpereigene Gewebe richten und dann bei manchen Patient*innen eine Autoimmunerkrankung auslösen. Auch nach dieser Hypothese würde das Coronavirus nicht direkt den Körper angreifen.

Auch weitere mögliche Ursachen werden untersucht und diskutiert, z. B. starke oder übermäßige Entzündungen, Gerinnungsstörungen/Gefäßerkrankungen, Störungen des Nervensystems und Stoffwechsel- oder hormonelle Veränderungen. Vermutlich beeinflussen sich die einzelnen Entstehungsmechanismen auch gegenseitig.

Podcast zum Long-Covid-Syndrom

Dialog Schulmedizin / Naturheilkunde: Long Covid und Post Covid

Bayern 2 | Gesundheitsgespräch

Über 200 Krankheitsbilder hat man inzwischen bei Corona-Kranken nach der Infektion beobachtet. Moderatorin Dr. Marianne Koch und Dr. Artur Wölfel, Krankenhaus für Naturheilweisen München, berichten gemeinsam, wie Schulmedizin und Naturheilkunde bei Long- oder Post-Covid-Syndrom helfen können.

Long-Covid-Symptome: Therapie-Unterstützung finden

Das Long-Covid-Syndrom ist eine Erkrankung, die es erst seit kurzem gibt. Täglich werden neue Erkenntnisse dazugewonnen. Für Betroffene, ihre Angehörigen und Interessierte haben Expert*innen verschiedener Fachgesellschaften eine Long-Covid-Syndrom Leitlinie (AWMF-Leitlinie) erstellt. Die Leitlinie „Long-/Post-Covid“ für Patient*innen gibt dabei einen Überblick über den aktuellen Kenntnisstand und ein paar grundsätzliche Empfehlungen zur Long-/Post-Covid-Syndrom Therapie sowie Verhaltenshinweise.

Auch verschiedene Selbsthilfegruppen bieten Informationen und Unterstützung.

An wen kann man sich zur Long-Covid-Syndrom Behandlung wenden?

  • Erste Ansprechparter*innen bei Symptomen eines Long-Covid-Syndroms sind oft Hausärztin oder Hausarzt. Sie führen die Erstdiagnose und Behandlung durch und können die Patient*innen bei Bedarf zur passenden Fachärztin bzw. zum passendem Facharzt überweisen oder eine Rehabilitationsmaßnahme veranlassen.
  • Darüber hinaus finden Betroffene mit komplexen bzw. vielfältigen Symptomen auch in Long-Covid-Ambulanzen Unterstützung. Dabei handelt es sich meist um Spezialambulanzen mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie z.B die Behandlung von Fatigue oder pulmonalen Symptomen. Es gibt auch universitäre Ambulanzen, die sich auf die Therapie von Kindern und Jugendlichen spezialisiert haben.
  • In bestimmten Situationen kann auch eine stationäre Behandlung in einer Klinik sinnvoll sein. Eine wichtige Anlaufstelle ist hier u. a. unser Krankenhaus für Naturheilweisen (KfN) in München.
  • In manchen Fällen ist auch eine ambulante oder Rehabilitationsmaßnahme in einer Kurklinik bzw. Rehaklinik sinnvoll.

Die Expert*innen im KFN in der Long-Covid-Therapie

Die Behandlung von Patient*innen mit Long-Covid wird vom kompetenten Team aus Ärztinnen und Ärzten des Krankenhauses für Naturheilweisen unter der Leitung der Chefärztin Dr. med. Michaela Moosburner und Chefarzt Robert Schmidt durchgeführt. Unsere Ärztinnen und Ärzte konnten seit Beginn der Corona-Pandemie bereits viel Erfahrung mit der Behandlung des Long-Covid-Syndroms sammeln und haben sich mittlerweile zu Spezialist*innen in der Long-Covid-Behandlung entwickelt.

Seit vielen Jahren haben unsere Expert*innen auch Erfahrung in der Therapie des chronischen Fatigue-Syndroms, dessen Symptome dem Long-Covid Fatigue-Syndrom sehr ähneln.

Durch verschiedene Zusatzqualifikationen – z. B. in klassischen Naturheilverfahren, der Homöopathie oder der Ernährungsmedizin – verbinden unsere Ärztinnen und Ärzte gezielt das Beste aus evidenzbasierter Schulmedizin und Komplementärmedizin. Sie sind kompetente Ansprechpartner*innen bei allen Fragen zum Long-Covid-Syndrom.

KfN München Chefärztin Dr. Michaela Moosburner

Ärztliche Direktorin Chefärztin

Dr. med. Michaela Moosburner

Fachärztin für Innere Medizin, Gastroenterologie, Naturheilverfahren, Ernährungsmedizin und Homöopathie

Chefarzt Robert Schmidt KfN München

Stellv. Ärztlicher Direktor Chefarzt

Robert Schmidt

Facharzt für Innere Medizin, Naturheilverfahren und Homöopathie


Stationäre Behandlung des Long-Covid-Syndroms im Krankenhaus für Naturheilweisen

Da die Entstehung des Long-Covid-Syndrom noch nicht ausreichend geklärt ist, gibt es dementsprechend auch noch keine ursächlichen Therapieansätze. Die Erkrankung wird symptomatisch behandelt. Dabei kann die Komplementärmedizin mit ihrem multimodalen Ansatz einen wichtigen Beitrag leisten.

Wir vom KfN sind Mitglied im Long-Covid-Netzwerk der Stadt München und unsere Türen stehen offen für die stationäre Behandlung von Patient*innen mit Long-Covid-Syndrom Symptomen. Als eine der größten komplementärmedizinischen Kliniken Deutschlands setzen wir bei Long-Covid ein modernes, integratives Behandlungskonzept ein: Wir erweitern die evidenzbasierte Schulmedizin um bewährte Methoden aus der Naturheilkunde und die Homöopathie.

Bei uns ist eine stationäre Behandlung des Long-Covid-Syndroms möglich, jedoch keine Rehabilitation. Der Aufenthalt dauert ca. zehn Behandlungstage. Für die stationäre Aufnahme reicht eine „normale“ Krankenhauseinweisung durch Hausärztin/Hausarzt oder Fachärztin/Facharzt mit der Diagnose Long-Covid-Syndrom.

Nach der stationären Aufnahme sichten unsere Ärztinnen und Ärzte zuerst die Vorbefunde und leiten falls nötig weitere Diagnoseverfahren ein. Dann wird entschieden, ob eine spezifische Therapie nötig ist und es wird ein individueller Behandlungsplan mit den passenden Therapiebausteinen zur Linderung der Long-Covid-Symptome erstellt. Dabei hat die Komplementärmedizin eine ganze Reihe an Therapiemaßnahmen zu bieten.

Unser ganzheitlicher Therapieansatz stellt die Betroffenen als einzelne Individuen in den Mittelpunkt der Behandlung. Dieser individuelle Behandlungsansatz erfasst dabei sowohl die körperlichen wie auch die geistig-seelischen Symptome.

Long-Covid: Naturheilkundliche Komplexbehandlung

Unsere bisherigen Erfahrungen im KfN haben uns gezeigt, dass es möglich ist, beim Long-Covid-Syndrom durch die naturheilkundlichen Komplexbehandlung eine gute Verbesserung der Symptome zu erzielen. Ähnliche Erfahrungen haben wir auch beim chronischen Fatigue-Syndrom gemacht, wobei diese Erkrankung dem Long-Covid Syndrom in Ursache und Erscheinung sehr ähnlich ist.

Die naturheilkundlichen Komplexbehandlung bietet beim Long-Covid-Syndrom eine Reihe von unterstützenden Behandlungsmöglichkeiten:

  • Bei der naturheilkundlichen Komplexbehandlung werden verschiedene Verfahren aus der Naturheilkunde kombiniert und in hoher Therapiedichte angewendet.
  • Durch die Kombination bewährter Therapiemaßnahmen aus der Naturheilkunde entstehen Synergieeffekte, die durch Einzelmaßnahmen so nicht zu erzielen sind.
  • Die einzelnen naturheilkundlichen Maßnahmen werden individuell und zielgerichtet auf die Symptome und die körperlichen Ressourcen jeder/jedes Einzelnen abgestimmt.
  • Sie wirken therapieunterstützend und können dazu beitragen, die chronische Erschöpfung zu lindern, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu steigern, Atembeschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
  • Damit eröffnen sich neue Behandlungswege für eine langfristige Besserung der Beschwerden.

Zusätzlich zum direkten Effekt der Therapien profitieren unsere Patient*innen auch durch Schulung und Information zur Lebensstilveränderung. Es ist uns ein Anliegen, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Atemtherapie bei Long-Covid

Die Atemtherapie bei Long-Covid wird im KfN häufig eingesetzt. Gerade bei Kurzatmigkeit und Atemnot sind aktive Atemübungen sowie die reflektorische Atemtherapie für Long-Covid-Patient*innen sehr hilfreich. Das Zwerchfell als „Motor“ der Atmung wird durch die reflektorische Atemtherapie bei Long-Covid in seiner Funktion unterstützt und angeregt, die Atmung wird stimuliert. Auch alle übrigen Strukturen der Atempumpe werden mobilisiert, aktiviert und reguliert. Dazu gehören neben der Atemmuskulatur die Atemhilfsmuskulatur, die Skelettanteile des Brustkorbs und das dazugehörige Nervensystem.

Moderate Ganzkörperhyperthermie in der Long-Covid Fatigue-Behandlung

Als bewährtes naturheilkundliches Umstimmungsverfahren zeigt die moderate Ganzkörperhyperthermie gerade bei Erschöpfungszuständen oft eine gute Wirkung. Das Immunsystem und auch das vegetative Nervensystem werden reguliert und regenerative Prozesse werden angestoßen, durch die gesteigerte Durchblutung der Muskulatur lösen sich spannungsbedingte Schmerzen.

Die fieberähnlichen physiologischen Wirkungen der Temperaturerhöhung im Körper beeinflussen sehr unterschiedliche körpereigene Regulations- und Selbstheilungsprozesse.

Long-Covid: Physiotherapie und Reflexzonentherapie

Über Reflexzonentherapien wie die Bindegewebsmassage oder die Fußreflexzonentherapie werden auch andere System wie das Herz-Kreislaufsystem oder das Immunsystem beeinflusst.

Unsere physikalische Abteilung/Physiotherapie wendet darüber hinaus weitere Therapieverfahren bei Long-Covid-Syndrom an, z. B.

  • Individuelle Atemtherapie mit heißer Rolle
  • Individuelle Krankengymnastik, manuelle Therapie, Schwindeltraining
  • Reizstrombehandlungen aller Art, z.B. TENS
  • CO2-Bäder
  • Physiotherapie mit osteopathischen Techniken

Ordnungstherapie als Unterstützung bei Long-Covid-Syndrom

Im Rahmen der Ordnungstherapie unterstützen wir unsere Long-Covid-Patient*innen bei der Krankheitsbewältigung (Coping) und der gesunden Lebensführung.

Bedeutend ist dabei u. a., dass die Betroffenen ihre Symptome verstehen und dabei bestärkt werden, aktiv an deren Verbesserung mit zu arbeiten. Sie sollen lernen, ihre Kräfte richtig einzuteilen, so dass Alltagsaktivitäten bewältigt werden können, ohne die Beschwerden zu verschlimmern. Dieses Vorgehen wird auch als „Pacing“ bezeichnet. Wir helfen dabei, den Alltag an die Erkrankung anzupassen und eigene Ressourcen zu erkennen.

Entspannungs- und Atemübungen gehören beim Long-Covid-Syndrom ebenso zur Ordnungstherapie wie moderate belastungsadaptierte Bewegungsübungen unter Berücksichtigung der individuellen Ressourcen und Konstitution der Betroffenen. Weitere Therapiebausteine sind Aufklärung über die Erkrankung, Ernährungsvorträge ggf. mit individueller Ernährungsberatung, Anbindung an Selbsthilfegruppen und mehr.

Long-Covid-Syndrom und Ernährungstherapie

Bei der Ernährungsschulung und Ernährungsberatung helfen wir Patient*innen mit Long-Covid-Syndrom, ihre Ernährung auf eine gesunde pflanzenbasierte Vollwertkost umzustellen. Eine basenbetonte Ernährung mit einem hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen hilft dabei, das körpereigene Energielevel zu verbessern. Bei Bedarf bieten wir auch spezielle Ernährungskonzepte an, die auf die jeweiligen Symptome abgestimmt sind, z. B. eine pflanzenbasierte vollwertige Ernährung, histaminarme Kost oder kurzes therapeutisches Fasten.

    Bewegungstherapie bei Long-Covid-Syndrom

    Eine an das körperliche Leistungsvermögen und die individuelle Belastungsgrenze angepasste Bewegungstherapie ist ein weiterer Baustein der multimodalen Therapie beim Long-Covid-Syndrom im KfN: Zum Einsatz kommen hier z. B.

    • Nordic Walking
    • Ergometer
    • medizinische Trainingstherapie
    • oder Aktivgruppen

    Long-Covid-Behandlung: Phytotherapie

    Ein wichtiger Therapiebaustein ist auch die Phytotherapie. Die Phytotherapie wirkt regulativ und kann auf verschiedenen Wegen in die Krankheitssymptomatik eingreifen. Je nach individuellem Beschwerdebild behandeln wir bei Long-Covid-Syndrom mit unterschiedlichen Heilpflanzen-Zubereitungen, z. B.

    • Bei innerer Unruhe/Schlafstörung: u. a. Baldrian, Melisse, Lavendel (auch als Fußbad), Passionsblume
    • Zur Vitalitätssteigerung: u. a. Rosmarin (auch als Fußbad), Ginseng
    • Bei Schmerzen: u. a. Brennnessel, Weidenrindenextrakte

    Long-Covid-Behandlung: Hydro-/Thermotherapie, naturheilkundliche Pflege, Homöopathie und mehr

    Menschen mit Long-Covid sind oft durch ihren Zustand gleichzeitig sehr gestresst und erschöpft und leiden noch dazu unter Schlafstörungen. Hier können wohldosierte Reize, wie z. B. Güsse aller Art oder naturheilkundliche Pflegeanwendungen wie Wickel und Auflagen oder rhythmische Einreibungen das vegetative Nervensystem ausgleichen und stärken. Unterstützend z. B. bei Schmerz, Unruhe, Angst, Vitalitätsminderung, Verdauungsstörungen wirkt auch die Aromapflege mit ätherischen Ölen.

    Bei Long-Covid kommen im KfN zudem weitere Therapieverfahren zur Anwendung:

    Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Long-Covid-Syndrom Therapie aus dem Krankenhaus für Naturheilweisen

    Im KfN behandeln wir Patient*innen mit Long-Covid-Syndrom nicht nur. Wir forschen auch daran, die Therapie bei Long-Covid langfristig noch weiter zu verbessern.

    • Vor diesem Hintergrund läuft derzeit an unserer Klinik eine klinische Beobachtungs-Studie.
    • Sie untersucht die langfristige Wirksamkeit der naturheilkundlichen Komplexbehandlung auf die Symptome des Long-Covid-Syndroms.

    Die Teilnehmenden der Studie erhalten einen umfangreichen digitalen Fragebogen zu ihrem Gesundheitszustand zu Beginn der Behandlung in unserem Haus und beantworten diesen dann nach einem, drei und sechs Monaten erneut. Sobald erste Ergebnisse vorliegen, werden wir Sie darüber informieren!


      Long-Covid-Syndrom - Behandlung im Überblick

      Beim Long-Covid-Syndrom setzen wir im Krankenhaus für Naturheilweisen verschiedene komplementärmedizinische Therapieverfahren ein:

      • Moderate Ganzkörperhyperthermie: zum Training der körpereigenen Regulationsmechanismen (vegetativ, hormonell, immunologisch)
      • Reflektorische physikalische Verfahren: z. B. Atemtherapie, Fußreflexzonentherapie, Bindegewebsmassagen und physikalische Therapie mit osteopathischen Techniken
      • Bewegungstherapie: an die Konstitution und die körpereigenen Ressourcen angepasste Einzel- und Gruppentherapien
      • Hydrotherapie/Thermotherapie: Kneippsche Anwendungen zur vegetativen Stabilisierung
      • Phytotherapie: z. B. Zubereitungen aus Heilpflanzen zur Vitalitätssteigerung und Stimmungsaufhellung
      • Ernährungstherapie: z. B. individuelle Ernährungskonzepte, basenbetonte Ernährung mit einem hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen
      • Ordnungstherapie: Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung durch Schulung und Information. Entspannungsverfahren und Atemgruppen zur Verbesserung der körpereigenen Wahrnehmung, Kunsttherapie
      • Homöopathie: z. B. Behandlung mit Konstitutionsmitteln und Organ-/Funktionsmitteln
      • Naturheilkundliche Pflegeanwendungen: z. B. aktivierende Wickel und Auflagen, Aromapflege, rhythmische Einreibungen

      Häufige Fragen (FAQ) zum Long-Covid-Syndrom

      Unter dem Long-Covid-Syndrom versteht man Symptome, die 4 Wochen oder länger nach einer durchgemachten Covid-19-Erkrankung noch vorhanden sind oder neu auftreten. Die Betroffenen sind offiziell genesen und nicht mehr ansteckend, aber noch lange nicht gesund. Sie leiden unter Langzeitfolgen wie Erschöpfung, Konzentrationsbeschwerden, Atemproblemen, Schmerzen, Geruchs- und Geschmacksverlust, Ängsten und Depressionen.

      Die Beeinträchtigungen und Langzeitfolgen bei Long-Covid können sehr unterschiedlich sein und sich sowohl durch körperliche als auch durch psychische Beschwerden äußern. Oft schränken sie die Lebensqualität und den Alltag der Patient*innen stark ein.

      Das Long-Covid-Syndrom kann zu sehr unterschiedlichen Beschwerden führen, die einzeln oder in Kombination auftreten. Die Stärke der Symptome kann von Tag zu Tag oder sogar von Stunde zu Stunde schwanken.

      Häufige Symptome sind z. B.

      • Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit (Fatigue)
      • Post-Exertionelle Malaise (PEM)
      • Atembeschwerden, z. B. Husten und Atemnot
      • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
      • Geruchs- und Geschmacksstörungen
      • Schlafstörungen
      • Schmerzen wie Kopf- und Muskelschmerzen
      • Ängste und Depressionen

      Das Long-Covid-Syndrom ist so neu, dass es bisher leider keine verlässlichen Aussagen zur Prognose und Dauer gibt. In vielen Fällen bilden sich die Long-Covid-Symptome nach einigen Wochen zurück. In anderen Fällen können sie jedoch über Monate anhalten und chronisch werden, selbst wenn die ursprüngliche Covid-19-Erkrankung nur milde oder symptomarm verlaufen ist.

      Circa 10 bis 15 Prozent der Menschen, die eine Sars-CoV-2-Infektion überstanden haben, entwickeln ein Long-Covid-Syndrom. Bei einigen Patient*innen kommt es im Verlauf zu einer Spontanheilung oder zu einer deutlichen Abschwächung der Symptome. Grundsätzlich kann nach jeder Covid-19-Infektion ein Long-Covid-Syndrom auftreten, auch wenn die Erkrankung nur mild, symptomarm oder sogar asymptomatisch verlaufen ist. Die Ausprägung und Art der Symptome ist dabei sehr unterschiedlich. Auch Kinder, junge Erwachsene sowie Menschen ohne Vorerkrankung können Symptome eines Long-Covid-Syndroms entwickeln. Wer genau erkrankt und wie schwer, lässt sich bislang noch nicht genau vorhersagen.

      Dennoch gibt es einige Faktoren, die das Risiko für ein Long-Covid-Syndrom erhöhen:

      • Schwerer Krankheitsverlauf der Covid-19-Erkrankung
      • Hohes Alter
      • Starkes Übergewicht
      • Vorerkrankungen z. B. von Lunge und Herz
      • Weibliches Geschlecht

      Ob und wie schwer Long-Covid bei Geimpftenauftritt, die je nach Impfstoff und Coronavirus-Variante ja mindestens vor schweren akuten Krankheitsverläufen geschützt sind, wird aktuell noch erforscht.

      Erste Studien weisen auf ein reduziertes Risiko für Long-Covid nach einer vollständigen SARS-CoV-2-Impfung hin. Trotzdem können auch nach Durchbruchinfektionen Long-Covid-Symptome auftreten, wobei es erste Hinweise gibt, dass die Symptome dann weniger stark ausgeprägt sind.

      Derzeit ist zur Vorbeugung des Long-Covid-Syndroms nur wenig bekannt. Nach aktuellem Wissensstand ist der beste Schutz vor Long-Covid, eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus zu vermeiden – durch einen vollständigen Corona-Impfschutz inklusive Auffrischimpfung sowie durch Einhaltung der empfohlenen Abstands- und Verhaltensregeln.

      Long Covid ist eine Erkrankung, die es noch nicht lange gibt. Dementsprechend ist bisher noch wenig zur Entstehung und Behandlung bekannt und es wird derzeit intensiv auf diesen Gebieten geforscht.

      Bisher gibt es also noch keine ursächliche Behandlung, sondern es werden nur die Symptome der Erkrankung behandelt. Beim Long-Covid-Syndrom können ganz unterschiedliche körperliche und geistig-seelische Bereiche betroffen sein. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, bei der Behandlung auch den ganzen Körper als komplexes Funktionssystem in den Mittelpunkt zu stellen. Diesen Therapieansatz verfolgen wir im Krankenhaus für Naturheilweisen (KfN) mit unserer naturheilkundlichen Komplexbehandlung.

      Viele Patient*innen mit Long-Covid-Syndrom sind andauernd erschöpft und in ihrer Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt. Man spricht auch von „Fatigue“. Selbst kleinste Tätigkeiten können die Betroffenen überfordern und den Gesundheitszustand verschlechtern.

      Im Rahmen des so genannten Pacing trainieren sie, mit der Situation besser umzugehen. Sie lernen, ihre Kräfte richtig einzuteilen und den Alltag an die verfügbaren Kräfte anzupassen, ohne dass sich die Beschwerden verschlimmern.

      Aktive Atemübungen und die reflektorische Atemtherapie werden u. a. bei Long-Covid-Patient*innen mit Kurzatmigkeit und Atemnot eingesetzt. Durch therapeutische Griffe und Bewegungsübungen wirkt sich die reflektorische Atemtherapie auf den Atemrhythmus aus. Durch gezielte Druckverschiebungen in Haut und Muskulatur sowie durch spezielle Schmerzreize setzt die reflektorische Atemtherapie eine nervöse reflektorische Steuerung in Gang und bewirkt damit eine unwillkürliche Veränderung der Atembewegung.

      Das Zwerchfell als „Motor“ der Atmung wird in seiner Funktion unterstützt und angeregt. Darüber hinaus werden die Atemmuskulatur, die Atemhilfsmuskulatur, die Skelettanteile des Brustkorbs und das dazugehörige Nervensystem mobilisiert, aktiviert und reguliert.