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Chronische Schmerzen - Arthrose, Rückenschmerzen, Neuralgien, Spannungskopfschmerzen, Migräne

Schmerzen effektiv und nachhaltig lindern 

Jeder Schmerz ist anders und muss individuell behandelt werden. Im Krankenhaus für Naturheilweisen (KfN) setzen wir in der Behandlung von chronischen Schmerzen auf ein modernes, integratives Behandlungskonzept. Ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung werden Therapiemethoden der Komplementärmedizin eingesetzt: anerkannte Verfahren aus der Naturheilkunde und die Homöopathie. Ziel ist es, durch Ausnutzung von Synergieeffekten Schmerzen nachhaltig zu bessern sowie damit verbundene Funktionsstörungen und Bewegungseinschränkungen zu lindern und der Chronifizierung der Erkrankung entgegenzuwirken. Die aktive Teilnahme am Leben in Beruf und Freizeit wird gefördert, was wiederum die Lebensqualität verbessert.

Schmerzpatienten können auch viel selbst dazu beitragen, ihre Beschwerden zu lindern und akuten Schmerzphasen vorzubeugen. Es ist uns ein Anliegen, unsere Patienten hier zur Selbsthilfe anzuleiten.

Schmerzen bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates

Arthrose der großen und kleinen Gelenke

Die Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung des Erwachsenen und verursacht mehr Einschränkungen und Behinderungen in der älteren Bevölkerung als jede andere Erkrankung. Ab dem 70. Lebensjahr sind ca. die Hälfte der Frauen und jeder 3. Mann in Deutschland betroffen.

Führende Symptome sind Schmerzen, Schwellung, Bewegungseinschränkung und Instabilität des Gelenks. Am häufigsten trifft es das Kniegelenk, man spricht hier von einer Gonarthrose. An 2. Stelle folgt die Arthrose des Hüftgelenks, medizinisch als Coxarthrose bezeichnet. Nicht selten findet sich auch ein Befall der Fingermittel- und Endgelenke sowie des Daumensattelgelenks (Bouchard-, Heberden- oder Rhizarthrose). Prinzipiell kann aber jedes Gelenk erkranken. Sind mehrere Gelenke betroffen spricht man von einer Polyarthrose.

Die gestiegene Lebenserwartung trägt dazu bei, dass wir mehr Verschleißerkrankungen entwickeln. Viel bedeutsamer aber ist unsere moderne Lebensweise. Früher waren Gelenkschäden meist durch schwere körperliche Arbeit, Mangelernährung oder Unfälle bedingt, heute hingegen durch mangelnde körperliche Aktivität und Fehlernährung mit der Folge von Übergewicht. Sowohl die mechanische Überlastung des Gelenks als auch die chronisch entzündliche Stoffwechsellage bei Übergewicht sind bedeutsame Faktoren für das rasche Fortschreiten von Gelenkschäden.

Eine Gewichtszunahme von 5 kg erhöht das Risiko eine Arthrose zu entwickeln um 35%!

Durch den Knorpelverschleiß entzündet sich das Gelenk, die Folge ist ein zunehmender Funktionsverlust mit Schmerzen, Schwellung und abnehmender Beweglichkeit. Dies wiederum führt zu körperlicher Inaktivität und Schonhaltung. Mangelnde Bewegung aber verschlechtert die Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen und Wasser weiter – ein Teufelskreis!

Bewährte Naturheilverfahren als wirksame Ergänzung zur Schulmedizin

Die konventionelle medikamentöse Behandlung zielt auf eine Schmerzreduktion und Entzündungshemmung ab. Sie kann lokal oder systemisch mit unterschiedlichen Substanzgruppen durchgeführt werden. Bei Bedarf werden auch Medikamente direkt in das Gelenk appliziert. Sehr schwere arthrotische Veränderung mit nicht zu kontrollierenden Symptomen machen manchmal auch eine operative Therapie, z. B. einen Gelenkersatz, erforderlich.

Dabei sind bewährte Naturheilverfahren eine wirksame Ergänzung zur Schulmedizin. Schmerzen lassen sich naturheilkundlich oft gut behandeln, ein Funktionsverlust kann verlangsamt und eine Operation hinausgezögert oder im besten Fall sogar vermieden werden. Dies gilt besonders für leichtere und mittelschwere Arthrosen.

Essentiell für den Behandlungserfolg ist eine qualifizierte Physiotherapie, um die Gelenkfunktion zu verbessern und das Gelenk zu stabilisieren. Eine wichtige Rolle spielen hier vor allem die Manuelle Therapie und die individuelle Krankengymnastik. Zur Schmerzbehandlung und Entzündungshemmung kommt auch die Elektrotherapie zum Einsatz. Eine Therapie mit Blutegeln bringt vielen Patienten eine deutliche Schmerzlinderung. Die Ernährungstherapie ist ein weiterer wichtiger Behandlungsbaustein, ist doch das Übergewicht in zweifacher Hinsicht an der Entstehung und am Fortschreiten dieser Erkrankung beteiligt. Entzündungshemmende und schmerzlindernde Heilpflanzen können helfen, klassische Schmerzmittel wie NSAR einzusparen, manchmal auch zu ersetzen. Entzündungshemmende Wickel und Auflagen ergänzen die naturheilkundlichen Therapiemaßnahmen sinnvoll.

Definition der Arthrose:

Die Arthrose ist eine multifaktoriell bedingte, degenerative Erkrankung der Gelenke, die zu einem fortschreitenden Umbau der Gelenkstrukturen führt und mit schmerzhaften Funktionseinschränkungen bis hin zum weitgehenden Funktionsverlust betroffener Gelenke verbunden ist.

Arthrose - Naturheilkundliche Behandlung im Fokus

Die Arthrose gilt weltweit als die häufigste Gelenkerkrankung des Erwachsenen. Dabei sind naturheilkundliche Behandlungsverfahren eine wirksame und nebenwirkungsarme  Ergänzung zur Schulmedizin in der Therapie von Schmerzen, Entzündungen und Funktionsverlust. Chefärztin Dr. Michaela Moosburner informiert, welchen Stellenwert Naturheilverfahren hier einnehmen.

Das Video des Vortrags kann auch auf Youtube abgerufen werden.

Rückenschmerzen

Einer der häufigsten Gründe für Arztbesuche sind Rückenschmerzen. Die Ursachen sind vielfältig. So können z. B. Bandscheibenvorfälle oder eine Spinalkanalstenose zu einer massiven Beeinträchtigung der Mobilität führen. Bei der Spinalkanalstenose handelt es sich um eine Verengung des Wirbelkanals, die unter anderem durch einen Verschleiß der Knochen- und Knorpelbestandteile der Wirbelsäule verursacht wird. Patienten mit Rückenschmerzen laufen Gefahr, in einen Teufelskreis zu geraten: Die schmerzbedingte Schonhaltung kann zu Fehl- und Überbelastungen der Wirbelsäule und der großen Gelenke führen, die ihrerseits wieder Schmerzen verursachen. Bei 20% der Betroffenen werden die Schmerzen chronisch und können die Leistungsfähigkeit in Alltag, Beruf und Freizeit deutlich einschränken.

Gelenk- und Rückenschmerzen werden schulmedizinisch unter anderem mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten sowie mit Physiotherapie behandelt.  Auch im KfN wird im Bedarfsfall eine medikamentöse Schmerztherapie gemäß dem Stufenschema der WHO eingeleitet. Im Rahmen der naturheilkundlichen Komplexbehandlung kommen ergänzend – je nach Schmerzursache, Lokalisation und Allgemeinzustand – individuell angepasste physiotherapeutische Maßnahmen in hoher Dichte zum Einsatz. Weitere Therapien aus dem Bereich der Naturheilverfahren sind ebenfalls fester Bestandteil der Behandlung. Durch dieses moderne, integrative Behandlungskonzept lassen sich Schmerzen und Bewegungseinschränkungen oft nachhaltig verbessern.

Das Kreuz mit dem Kreuz - Therapeutische Möglichkeiten der Komplementärmedizin bei chronischen Rückenschmerzen

Bei etwa 20% der Patienten werden sie chronisch, es entwickelt sich eine anhaltende, oft sehr  beeinträchtigende Schmerzkrankheit. Dr. Wölfel zeigt in seinem Vortrag "Das Kreuz mit dem Kreuz - Therapeutische Möglichkeiten der Komplementärmedizin bei chronischen Rückenschmerzen", wie die Komplementärmedizin die schulmedizinische Behandlung bei chronischen Rückenschmerzen unterstützen kann, um die Beschwerden langfristig zu bessern.

Nervenschmerzen (Neuralgien)

Nervenschmerzen (Neuralgien) werden durch die Schädigung eines oder mehrerer Nerven verursacht. Sie strahlen in das Ausbreitungsgebiet des betroffenen Nervs aus und können zu vielfältigen Beschwerden wie Schmerzen, Brennen oder Gefühlsstörungen führen. Neuralgien treten zum Beispiel nach bestimmten Infektionen wie der Gürtelrose (Post-Zoster-Neuralgie), nach Verletzungen, nach einem Bandscheibenvorfall oder im Rahmen von Stoffwechselerkrankungen wie dem Diabetes mellitus auf. Sind mehrere Nerven gleichzeitig betroffen, spricht man auch von einer Polyneuropathie. Mehr zur Behandlung der Post-Zoster-Neuralgie und der Polyneuropathie erfahren Sie im Abschnitt Neurologische Erkrankungen.

Chronischer Kopfschmerz: Spannungskopfschmerzen, Migräne

Chronische Kopfschmerzen sind Schmerzen am Kopf, die über einen längeren Zeitraum hinweg regelmäßig auftreten und mit einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität einhergehen. Man unterscheidet verschiedene Kopfschmerzarten:

  • Die meisten Patienten leiden unter Spannungskopfschmerzen. Dabei unterscheidet man den episodischen Spannungskopfschmerz, bei dem die Beschwerden nur gelegentlich auftreten, und den chronischen Spannungskopfschmerz.
  • Die zweithäufigste Kopfschmerzform ist die Migräne, bei der ein anfallsartiger, oft einseitiger Kopfschmerz auftritt, der in unregelmäßigen Abständen wiederkehrt.
  • Der schmerzmittelinduzierte Kopfschmerz kann bei häufigem Gebrauch von Schmerzmedikamenten (z. B. Triptanen) auftreten.
  • Auch Mischformen sind möglich.

Die genauen Ursachen der verschiedenen Kopfschmerzarten sind nur zum Teil geklärt. Die konventionelle Therapie besteht in der Verordnung von schmerzlindernden Medikamenten. Da Kopfschmerzen auch als Folge eines regelmäßigen Gebrauchs oder Übergebrauchs von Schmerzmitteln entstehen können, sollten diese Medikamente jedoch nicht regelmäßig eingenommen werden. Manchen Patienten mit Spannungskopfschmerz hilft es, Schläfen und Nacken mit Pfefferminzöl einzureiben. Bei schwerer Migräne werden häufig auch spezifische Medikamente eingesetzt, z. B. Triptane oder Medikamente gegen Übelkeit. In schweren Fällen von Migräne kann auch eine medikamentöse Anfallsprophylaxe sinnvoll sein.

Das umfassende Behandlungskonzept des KfN hat den ganzen Menschen im Blick. Bei der Behandlung von Kopfschmerz-Patienten unterstützen wir die schulmedizinische Therapie durch klassische Naturheilverfahren und die Homöopathie. Die Behandlung greift auf unterschiedlichen Ebenen in das Schmerzgeschehen ein, um die Beschwerden nachhaltig zu lindern.


Komplementärmedizinische Methoden bei chronischen Schmerzen

Im Rahmen unseres integrativen Therapiekonzepts wenden wir – je nach Ursache und Art der Schmerzen – verschiedene komplementärmedizinische Methoden an:

  • Physiotherapeutische Maßnahmen: z. B. manuelle Therapie, Elektro-, Hydro- und Thermotherapie, Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich (WBA), kraniosakrale Therapie, Therapie nach Dorn, Bewegungstherapie
  • Neuraltherapie: z. B. gezielte Infiltrationsbehandlung, Segmenttherapie
  • Ausleitende Verfahren: z. B. Blutegel, Schröpfkopftherapie
  • Phytotherapie: z. B. Heilpflanzen mit schmerzlindernder, psychotroper oder entzündungshemmender Wirkung
  • Homöopathie: Behandlung mit Konstitutionsmitteln und Organ-/Funktionsmitteln
  • Entspannungstechniken, Kunsttherapie zur Veränderung der Schmerzwahrnehmung
  • Anleitungen zur Selbsthilfe: z. B. Anregung zur körperlichen Aktivität, Anleitung zum rückengerechten Verhalten, Übungen für zu Hause
  • Naturheilkundliche Pflegeanwendungen: Wickel und Auflagen zur lokalen Schmerztherapie und Entzündungshemmung, Aromapflege, rhythmische Einreibungen